Die Ambitionen entlang vier Handlungssträngen
Die Umweltvision Kerkrade sucht nach Lösungen, die über die Probleme hinausgehen, um zu den Kernqualitäten zurückzukehren, die für die Gemeinde so wichtig sind. Zu diesem Zweck wurden vier Handlungsstränge entwickelt, die sich jeweils mit den Prinzipien befassen, die die Umweltvision nutzen möchte, um Kerkrade zukunftsfähig zu machen: 1 lebenswerte Stadt, 2 funktionierende Stadt, 3 Mehrgenerationenstadt und 4 klimaresistente Stadt. In diesem Kapitel werden diese Handlungsstränge weiter ausgearbeitet. Auf den dazugehörigen Karten ist zu sehen, wo räumliche Schwerpunkte oder Veränderungen eine Rolle spielen.
Über die Handlungsstränge hinweg sehen wir jedoch auch einige Themen, die sich nicht in einen einzigen Handlungsstrang oder einen einzigen Gebietstyp einordnen lassen. Dabei handelt es sich um die Themen Gesundheit und allgemeiner Wohlstand, Landschaft und Kulturerbe sowie Energiesicherheit. Themen, die jetzt und in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Innerhalb jedes Handlungsstrangs werden diese Themen separat behandelt.
Kerkrade hat sich mit dem Programm Vie zum Ziel gesetzt, das Gesundheitsniveau auf das Niveau von Süd-Limburg zu bringen. Im Rahmen der Gesundheitspolitik von Süd-Limburg ist es das Ziel, bis 2030 den Rückstand gegenüber dem Rest der Niederlande um 25 % aufzuholen. Die Arbeit an der Gesundheit umfasst einerseits den Schutz der Bürger vor ungesunden Einflüssen wie Lärmbelästigung, schlechter Luftqualität oder gefährlichen Situationen. Diese Themen gehören zum Bereich der Umwelttechnik und werden durch europäische, nationale und lokale Umweltgesetze und -vorschriften geregelt. Wir halten uns an Gesetze und Vorschriften, um ein gesundes und sicheres Lebens
umfeld zu schaffen. Gleichzeitig gibt es auch einen fördernden Blickwinkel, bei dem Umgebungen so gestaltet werden, dass gesundes Verhalten möglich ist. Diese Arbeitsweise basiert auf positiver Gesundheit. Dieser breitere Ansatz trägt dazu bei, dass Menschen besser mit den physischen, emotionalen und sozialen Herausforderungen des Lebens umgehen können. Und dass sie so viel wie möglich selbst bestimmen können. Um die Lebensumgebung gesundheitsfördernd zu gestalten, hat die GGD GHOR Kernwerte für eine gesunde Lebensumgebung definiert. Um zu zeigen, wie die Handlungsstränge mit der Arbeit an einer gesunden Lebensumgebung verbunden sind, wird immer ein Link zu diesen Kernwerten hergestellt.
Auf der Website der GGD GHOR finden Sie zusätzliche Empfehlungen und Studien, die bei der weiteren Ausarbeitung von Orten und Programmen genutzt werden können.
Lebenswerte Stadt, in der alle Einrichtungen in der Nähe sind
Da Kerkrade aus mehreren Stadtteilen entstanden ist, hat es kein einziges Zentrum. Die Gemeinde ist ein Netzwerk aus mehreren Nachbarschaftszentren, die durch Bandstrukturen miteinander verbunden sind. Viele Stadtteile haben eine eigene Identität, eigene Wahrzeichen und eine eigene Gemeinschaft. Diese Struktur bietet Möglichkeiten, Stadtteile nach dem Prinzip der Nähe zu gestalten. Das bedeutet, dass man nicht unbedingt ein Auto braucht, um Einrichtungen (Bildung, Gesundheitsversorgung, Einkaufen, Sport, Kultur) und Geselligkeit zu erreichen. Wenn Einrichtungen in der Nähe sind, lädt das zu gesunder Bewegung (Spazierengehen oder Radfahren) ein und es gibt mehr Gelegenheiten, Nachbarn und andere Bewohner des Stadtteils zu treffen.
Bei der Arbeit an Einrichtungen in der Nähe stehen die folgenden Grundsätze im Mittelpunkt:
Komplette Nachbarschaftsknotenpunkte
Der Fokus auf die Nähe in der eigenen Nachbarschaft bedeutet, dass die verschiedenen Nachbarschaftszentren lebendig bleiben müssen. Am besten mit einem kompletten Angebot an täglichen Einrichtungen, vom Supermarkt über die Schule bis hin zur Gesundheitsversorgung, die von jeder Wohnung aus zu Fuß erreichbar sind. Dabei betrachten wir nicht nur den Einzelhandel. Die Nachbarschaftszentren werden erst dann zu einem Knotenpunkt, wenn dort auch Leben herrscht. Das können wir erreichen, indem wir Schulen, Gesundheits- und Sozialdienste, neue Wohnungen und Mobilitätsknotenpunkte mit dem Nachbarschaftszentrum verbinden.
Lebendigkeit und Begegnung erfordern auch, dass Raum für unerwartete Ereignisse geschaffen wird. Der öffentliche Raum muss sicher und gut zugänglich sein. Dort erhält die Gemeinschaft Raum zum Verweilen, Spielen und Feiern. Dies kann gegebenenfalls in Kombination mit bestehendem kulturellem Erbe geschehen, um die sozialen Funktionen dieser Orte zu erhalten, wobei stets die Begrünung im Hinblick auf Kühlung, Klimaanpassung und Attraktivität im Blick behalten werden sollte. Ein konkretes Beispiel ist der Eingang vom Gewerbegebiet Julia zum Zentrum von Eygelshoven, wo der Parkplatz an der Hermanstraat möglicherweise als Mobilitätsknotenpunkt genutzt werden kann. Entlang der Putstraat zwischen dem Markt dem Parkplatz kann ein grüner Eingang entwickelt werden.
Maßarbeit
Der Einsatz für lebendige Nachbarschaftszentren bedeutet nicht einfach nur, Einrichtungen und Geschäfte hinzuzufügen. Die Realität ist, dass es an vielen Orten bereits jetzt zu wenig Unterstützung gibt, um diese Funktionen aufrechtzuerhalten. Es muss also entschieden werden, wo eine Konzentration von Einrichtungen und Geschäften realistisch ist. Wo dies nicht der Fall ist, muss eine Umwandlung des Einzelhandels in Wohnraum oder andere Funktionen in Betracht gezogen werden. Auch für das Parken muss eine Lösung gefunden werden. Die Einrichtungen müssen erreichbar bleiben, ohne dass der öffentliche Raum vollständig von parkenden Autos eingenommen wird. Dies erfordert maßgeschneiderte Maßnahmen.
Eine weitere Form der Maßarbeit findet sich in kleinen öffentlichen Räumen, die als Orientierungspunkt oder Treffpunkt dienen, ohne dass damit notwendigerweise alle möglichen Funktionen oder Einrichtungen verbunden sind. Auch hier ist es wichtig, die Qualität weiterhin zu gewährleisten.
Raum für Nachbarschaftsinitiativen (Anwohner und Vereine)
Mit dieser Vision möchte die Gemeinde auch Initiativen in der Nachbarschaft fördern. Jedes Viertel hat eine Reihe von Orten, an denen sich die Bewohner in ihrer Freizeit treffen. Zum Beispiel im Fußballverein, im Gemeindezentrum, im Musikverein oder auf dem markt. Einige dieser Orte stehen jedoch aufgrund des Rückgangs der Mitglieder- oder Freiwilligenzahlen unter Druck. Wir müssen genau prüfen, wo wir Vereine oder Räume innerhalb des Stadtteils zusammenlegen können, um genügend Unterstützung zu erhalten. Die Realisierung multifunktionaler Sportanlagen „
” ist ein gutes Beispiel dafür. Für ein gesundes städtisches Leben, in dem Sport, Erholung und Spiel ihren Platz haben, aber auch, weil gerade diese Art von sozialen Verbindungen die Grundlage für jede Gemeinde bilden. Ein konkretes Projekt ist die Zukunft des Patronaat (Bleijerheide). Dieses Gemeindezentrum entwickeln wir zu einem sozialen Treffpunkt im Stadtteil, wo sich die Bewohner treffen und mit Fragen zur Unterstützung hinwenden können. Dies wird im Ambitionsplan Kerkrade-Oost weiter ausgearbeitet.
Ein Netzwerk attraktiver und sicherer Bänder
Die historischen Straßen bilden die Verbindungsglieder zwischen wichtigen täglichen Zielen. Sie sind praktisch die Lebensadern der Stadt. Die Straßen, die an den Knotenpunkten der Stadtviertel enden, werden an einigen Stellen zu Fahrradstraßen umgestaltet. Dort, wo es attraktiv ist, in einer grüneren Umgebung Rad zu fahren und spazieren zu gehen. Das Auto ist zu Gast und wird nur für den Zielverkehr genutzt. Die Erreichbarkeit für Rettungsdienste bleibt gewährleistet. Da diese Straßen schon seit jeher vorhanden sind, finden sich hier auch viele architektonische Schätze. Diese kleinen Perlen können gut als Wahrzeichen genutzt werden und einem Ort Identität verleihen. Mit der Umgestaltung der Straßen werden sie auch wieder attraktiver als Wohnumfeld, was Entwicklungsmöglichkeiten für leerstehende Gebäude bietet.
Der Aspekt der Sicherheit kommt in der Umweltvision an mehreren Stellen zum Tragen, wobei der Schwerpunkt auf der Verkehrssicherheit liegt. Zu einer lebenswerten Stadt gehören jedoch auch soziale Sicherheit und die Bekämpfung von Kriminalität. Dies bleibt einer der Schwerpunkte der Gemeinde. Verschiedene Maßnahmen, insbesondere im Zentrum und in Wohngebieten, werden direkt oder indirekt einen positiven Beitrag zur Sicherheit leisten. Einige Beispiele hierfür sind: Umwandlung leerstehender Geschäfte in Wohnungen, Verdichtung der Innenstadtbereiche zur Verhinderung von Leerstand, Umwandlung leerstehender Hinterhöfe in Parkplätze, Grünflächen oder kleine Wohngebäude, kein Neubau von Garagen in Wohngebieten und multifunktionale Nutzung von Plätzen, um Raum für Sport, Spiel, Bewegung und Begegnung zu schaffen. Bei der Ausarbeitung von Umweltprogrammen kann weiter untersucht werden, wie ein struktureller Ansatz aussehen könnte.
Gesundheit und umfassender Wohlstand
Die lebenswerte Stadt basiert auf dem Prinzip der Nähe, um sicherzustellen, dass die Einwohner von Kerkrade alltägliche Einrichtungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen können. Die bewegungsfreundlichen Wege und die attraktiven Innenstadtbereiche tragen dazu bei, dass mehr Einwohner die Bewegungsnorm erfüllen, aber auch zu sozialen Problemen wie Einsamkeit und sozialer Sicherheit beitragen. Die historischen Ortskerne und -zentren sollen wieder zu den Orten der Gemeinschaft werden, die sie einst waren. Orte, an denen man gerne ist, gerne bleibt und sich gerne trifft.
Die lebenswerte Stadt entspricht daher den Kernwerten Nr. 2: Attraktive Orte, Nr. 4: Wohnen und Verkehr, Nr. 5: Einrichtungen in der Nähe, Nr. 6: Aktiver Verkehr und Nr. 7: Fahrrad- und ÖPNV-Verbindungen.
Gleichzeitig möchten wir auch negative Einflüsse aus der Wohnumgebung fernhalten. Mit den Maßnahmen im Bereich Mobilität (Vorrang für Fahrräder auf den Straßen, niedrigere Geschwindigkeiten für Autos und Verbot von Güterverkehr in Wohngebieten) wird auch an einer besseren Luftqualität und weniger Lärmbelästigung gearbeitet. Ziel ist es auch, die Verkehrssicherheit rund um wichtige Orte (Schulen und Zentren) zu verbessern.
Landschaft
Innerhalb des landschaftlichen Rahmens bilden die Nachbarschaftsknotenpunkte und -bänder Stadtteilstrukturen, die insbesondere für attraktive Räume, ausreichende Kühlung (Schatten) und eine grün-blaue Basis sorgen sollen (Klimaanpassung) sorgen. Dort finden sich kleine Grünstrukturen, die nicht unbedingt mit den größeren Grünflächen verbunden sein müssen, aber Raum für Grün bieten, das auch für mehr Pflanzen- und Tierarten attraktiv ist (Erhöhung der Biodiversität).
An einigen Stellen gibt es Gründe, größere Strukturen miteinander zu verbinden. Manchmal, um die Qualität des Ortes zu verbessern, manchmal, um die umgebende Landschaft zu stärken. Solche Orte gibt es beispielsweise in Eygelshoven, wo Möglichkeiten bestehen, die Überdeckung des Anselderbeek zu beseitigen, oder am Doctor Ackensplein in Bleijerheide, wo ein altes Trockental und ein Kirchenweg Zugang zum Außenbereich bieten.
Kulturerbe
Derzeit verfügt die Gemeinde über keine Politik für Kulturerbe und Kulturgeschichte und eine veraltete Gestaltungsrichtlinie, die in der täglichen Praxis nicht mehr umsetzbar ist. Deshalb wird in jeder Storyline auch ein Blick auf die Vision oder die Chancen im Zusammenhang mit dem Kulturerbe geworfen. In den Kartenmaterialien werden Objekte und Strukturen näher beleuchtet.
Gerade weil die Nachbarschaftszentren und Siedlungen die ältesten Strukturen der Gemeinde sind, gibt es hier auch viel Kulturerbe zu finden, wie Kirchengebäude, Wegkreuze und Wohnhäuser. Kulturerbe, das nicht immer geschützt ist oder geschützt werden muss, aber zur Wiedererkennbarkeit der Umgebung beiträgt. Mit Blick auf die Zukunft ist es wichtig, das gesamte Kulturerbe (einschließlich des immateriellen Kulturerbes) weiterhin zu pflegen. Dabei sollten auch neue Funktionen für markante Gebäude in Betracht gezogen werden. Beispielsweise die Umwandlung leerstehender Kirchen in Wohnhäuser oder soziale Einrichtungen.
Energiesicherheit
Die Energiesicherheit ist eine wichtige Voraussetzung für eine lebenswerte Stadt. Die Einwohner müssen sich auf eine zuverlässige Energieversorgung verlassen können. Die Stärkung eines lokalen und nachhaltigen Energiesystems trägt zum Funktionieren wichtiger Einrichtungen wie Wohnungen, Schulen und Gesundheitseinrichtungen bei. Durch die Organisation von Energieerzeugung, intelligenter Speicherung und Infrastruktur in der Nähe wird die Stadt weniger abhängig von externen Quellen und die Einrichtungen bleiben erreichbar und betriebsbereit. Hier können auch grenzüberschreitende Maßnahmen eine Rolle spielen, wie beispielsweise das mögliche Wasserstoffkraftwerk Nivelsteiner Groeve und die Nutzung von Restwärme aus der Glasfabrik Saint-Gobain in Herzogenrath.
Eine funktionierende Stadt, in der Arbeiten und Wohnen untrennbar miteinander verbunden sind
Kerkrade verfügt über verschiedene Arbeitsbereiche: Standorte mit Geschäften, Büros und Gesundheitseinrichtungen, aber auch Gewerbegebiete, in denen neben mittelständischen und kleinen Unternehmen (
) auch große Unternehmen angesiedelt sind. Einige dieser Gewerbegebiete liegen zwischen dem städtischen Gebiet und der Landschaft (Außenbereich), oft auf ehemaligen Bergbauflächen. Andere liegen günstig an (Schnell-)Straßen wie dem Buitenring Parkstad (N300) und der A76, die die Region Parkstad und Kerkrade eurogional verbinden. Das macht die Region attraktiv für Unternehmen mit einem internationalen Absatzmarkt, wie beispielsweise die Logistik- und MedTech-Branche. Die Zahl der Arbeitsplätze ist in den letzten Jahren daher deutlich gestiegen.
Ein nächster Schritt besteht darin, die Raumnutzung und das Arbeitsklima unter die Lupe zu nehmen, damit wir weiter an Kerkrade als funktionierende Stadt arbeiten können. Das bedeutet, dass wir uns um gesunde und attraktive Arbeitsumgebungen bemühen, KMU und Bildung miteinander verbinden und für ein angemessenes Angebot an Wohnungen und Einrichtungen sorgen müssen, um Arbeitnehmer und Talente anzuziehen und zu halten. Die Wirtschaft muss zum allgemeinen Wohlstand in Kerkrade beitragen.
Für Kerkrade als Arbeitsstadt stehen folgende Grundsätze im Mittelpunkt:
Ein angenehmes Arbeitsumfeld
Die Gewerbegebiete machen 17 % der Gesamtfläche der Gemeinde aus. Hier können wir also mit einer qualitativ besseren Gestaltung etwas bewirken. Zum Teil für die Klimaanpassung, aber auch, um die Arbeitsumgebung als gesunde Umgebung für die Arbeitnehmer zu gestalten. Ein Ort, an dem sie sich aufhalten (im Freien tagen oder zu Mittag essen), spazieren gehen oder sogar Sport treiben können. Zu diesem Zweck werden die Gewerbegebiete besser mit dem städtischen Gebiet und dem Umland verbunden, damit sie keine Inseln für sich sind, sondern wirklich Teil der Stadt. Es werden Verbindungen für den Langsamverkehr (Fußgänger und Radfahrer) geschaffen, um eine gute und sichere Erreichbarkeit von und zu den nahe gelegenen Bahnhöfen zu gewährleisten. Die Grenzlage von Kerkrade wird genutzt, um auch eine gute Fahrradverbindung zum Bahnhof Herzogenrath zu schaffen. Außerdem können die Fahrradverleihstationen weiter ausgebaut werden. Dadurch wird es den Arbeitnehmern ermöglicht, alternative, gesunde Transportmöglichkeiten für den Weg zur Arbeit zu nutzen.
Einige Arbeitsbereiche sorgen dafür, dass die angrenzenden Außenbereiche versteckt liegen und von den Wohngebieten aus nicht oder nur schwer erreichbar sind. Beispiele hierfür sind das Gewerbegebiet Juliaterrein vor dem Wormdal oder das Gewerbegebiet Dentgenbach vor dem Strijthagerbeekdal (Gemeinde Landgraaf). Bei der Neugestaltung von Gewerbegebieten muss auch auf eine bessere Anbindung an die angrenzenden Außenbereiche (
) geachtet werden. Dadurch können Arbeitnehmer und Anwohner die Grünflächen besser nutzen. Dies trägt auch zur Qualität des Arbeitsumfelds und zur Attraktivität des Standorts für Unternehmen bei.
Förderung lokaler KMU
Wir setzen uns für eine Qualitätssteigerung der lokalen KMU in der Stadt ein. Es besteht Bedarf an einem unverwechselbaren Profil gegenüber dem (über-)regional ausgerichteten großflächigen Einzelhandel und Freizeitangebot am Rodaboulevard. Das bedeutet auch, dass wir kleinen Unternehmern Raum für ihre interessanten Standorte in der Stadt bieten, wobei keine (Umwelt-)Belästigungen für die Wohnumgebung entstehen dürfen. Manchmal bietet das kulturelle Erbe Möglichkeiten, kleine Start-ups als Vorreiter anzusiedeln.
Wachstum bei der Beschäftigung auch für die eigene Bevölkerung
Die Umweltvision setzt auf mehr Arbeitsplätze pro Hektar. Das erfordert von Arbeitgebern und Eigentümern einen effizienten Umgang mit dem Raum. Außerdem wird auf verschiedene Arten von Aktivitäten gesetzt, um eine Monokultur zu vermeiden.
Platz für die Energiewende
Arbeitsbereiche sind oft ein wichtiges Bindeglied im Energiesystem. Als (Groß-)Verbraucher, aber auch als Ort der Energieerzeugung. Hier gibt es große Dächer für Solarenergie, hier gibt es potenzielle Restwärme für das Wärmenetz. So können Gewerbegebiete benachbarte Stadtteile oder andere Unternehmen mit nachhaltiger Elektrizität (und Wärme) versorgen.
Wir halten daran fest, bei Neubauten die Stromerzeugung auf dem Dach zu nutzen. Dabei wird eine Kombination mit begrünten Dächern angestrebt (Wasserspeicherung, Biodiversität und Begrenzung von Hitzestress). Es muss jedoch auch nach energieeffizienteren Unternehmensstandorten gesucht und auf (Energie-)Kooperationen gesetzt werden, um intelligent mit Energie und Netzüberlastung umzugehen (Energie-Hubs).
Für die Realisierung eines Wärme- und Kältenetzes müssen Leitungen und (unterirdische) Bauwerke angelegt werden, um Gebäude in Kerkrade (insbesondere in Kerkrade-West und Teilen von Kerkrade-Ost) daran anzuschließen. Die bevorzugten Trassen sind bereits bekannt. Für das Wärmenetz, aber auch für die Netzverstärkung, die Energiespeicherung und eventuelle Smart Grids muss in Arbeits- und Wohngebieten Platz reserviert werden. Dies muss bei der (Neu-)Gestaltung des öffentlichen Raums und der Begrünung der Stadt berücksichtigt werden.
Gesundheit und umfassender Wohlstand
Arbeit ist wichtig, um den Einwohnern eine gute wirtschaftliche Grundlage zu bieten. Deshalb schaffen wir Raum für vielfältige Arbeitsplätze und fördern das Unternehmertum innerhalb der Gemeinde. Die arbeitende Stadt ist mit den Kernwerten Nr. 5: Einrichtungen in der Nähe und Nr. 7: Fahrrad- und ÖPNV-Verbindungen verbunden. Bei neuen Entwicklungen werden auch Umweltaspekte wie Lärm, Luftqualität, Gerüche und Umweltsicherheit berücksichtigt. Wir erfüllen die gesetzlichen und landesweit geltenden Normen, beispielsweise das Abkommen für saubere Luft (SLA). Das bedeutet, dass wir uns für Arbeitsbereiche für niedrigere Umweltkategorien einsetzen und die Standortmerkmale jedes Gewerbegebiets im Verhältnis zur Wohnumgebung berücksichtigen. Wir arbeiten gemeinsam daran, Umweltbelastungen wie Geruchs- und Lichtbelästigungen zu reduzieren, und ergreifen Maßnahmen an der Quelle, um die Lärmbelastung durch Unternehmen und andere Quellen wie veranstaltungen, Gastronomie und Hausinstallationen (Klimaanlagen, Wärmepumpen) in lärmempfindlichen Gebäuden zu verringern.
In den Kernwerten der GGD (Gesundheitsbehörde ) „ ” (Gesundes und sicheres Kerkrade) liegt der Fokus auf dem Wohnumfeld, aber auch am Arbeitsplatz verbringen Menschen viel Zeit. Im Rahmen der Umweltvision Kerkrade beschäftigen wir uns daher mit einem gesunden und sicheren Arbeitsumfeld. Ein Umfeld, das dazu beiträgt, sicher und gesund zur Arbeit und wieder nach Hause zu kommen (z. B. mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln) und dazu einlädt, draußen eine Pause zu machen oder in einer angenehmen und grünen Umgebung spazieren zu gehen. Indem Arbeitsbereiche stärker als Teil der Stadt betrachtet werden, können fehlende Verbindungen zu und von Arbeitsbereichen, aber auch zu den Landschaften hinter den Arbeitsbereichen geschlossen werden.
Landschaft
Ein Problem von Arbeitsgebieten besteht darin, dass bei der Vergabe von Grundstücken möglichst große Parzellen angeboten werden. Dadurch gibt es nur begrenztes öffentliches Eigentum und somit auch nur begrenzten Raum für Begrünung auf diesen Flächen. Und das, obwohl der Bedarf aufgrund von Klimaanpassung und Gesundheit groß ist. Diese Gebiete erfordern eine ähnliche Strategie wie bei der Nachbarschaftsbegrünung, um auch hier eine grün-blaue Basis und Kühlung zu gewährleisten, beispielsweise durch die Aufnahme einer Grünnorm. Darüber hinaus werden Unternehmen verpflichtet, Regenwasser auf ihrem eigenen Gelände zurückzuhalten und in den Boden versickern zu lassen. Wo möglich, werden auch Anforderungen an die Wiederverwendung von Wasser für Produktionsprozesse gestellt. Da die Arbeitsgebiete in Kerkrade meist am Rande des Stadtgebiets liegen, befinden sie sich auch zwischen den Wohngebieten und dem Außenbereich. Es besteht Bedarf an grünen Verbindungen über die Gebiete hinweg, um ökologische Strukturen gut zu verbinden und Freizeitwege zu erleichtern.
Kulturerbe
Viele der Arbeitsgebiete in Kerkrade befinden sich auf ehemaligen Bergwerksgeländen. Leider wurde nach der Schließung der Bergwerke viel abgerissen. Erinnerungen an die Bergbauzeit mussten so schnell wie möglich verschwinden.
Im Nachhinein ist das bedauerlich, vor allem wenn wir uns vergleichbare Orte in Belgien und Deutschland ansehen, wo verschiedene kulturelle Einrichtungen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen in industriellen Kulturerbestätten untergebracht sind. Dennoch sind an einigen Stellen noch Spuren zu finden. Manchmal in einzelnen Gebäuden, wie entlang der Rimburgerweg oder der Schacht Nulland. Manchmal aber auch als Spuren in der Landschaft, wie entlang der Nievelsteenstraat, wo man am tief gelegenen Anselderbeek sehen kann, wie die Landschaft für die Industrie eingeebnet wurde.
Energiesicherheit
Die Energiesicherheit ist eine entscheidende Voraussetzung für eine funktionierende Stadt, in der Wohnen und Arbeiten auf natürliche Weise zusammenkommen. Eine stabile Energieversorgung unterstützt Unternehmen, Werkstätten und Büros und versorgt gleichzeitig Haushalte mit Energie. Lokale Energieerzeugung und intelligente Energienetze sorgen dafür, dass sich Gewerbe und Wohngebiete gegenseitig stärken, beispielsweise durch die gemeinsame Nutzung von Restwärme oder nachhaltigem Strom. Dies verringert nicht nur die Abhängigkeit von externen Energiequellen, sondern trägt auch zur wirtschaftlichen Stabilität und zu attraktiven Arbeits- und Wohnstandorten bei.
Eine Stadt für alle Generationen, eine gute Stadt für 8- und 80-Jährige, ist gut für alle
In Kerkrade bekommt man viel Wohnraum für sein Geld. Die Wohnungen und privaten Außenbereiche sind oft großzügig geschnitten und die Nachbarschaften ruhig. Während sich die Gemeinden in der Parkstadtregion in der letzten Zeit auf „weniger, aber bessere Wohnungen” konzentriert haben (vor dem Hintergrund von Stagnation und prognostiziertem Bevölkerungsrückgang), setzen die Region Parkstadt und Kerkrade nun auf moderates Wachstum. Dies hängt mit einem positiven Wanderungssaldo und einer Zunahme der Zahl kleinerer Haushalte in den letzten Jahren zusammen. Neben Umstrukturierungen und Nachhaltigkeitsmaßnahmen muss also auch Platz für Neubauten geschaffen werden. Und diese Neubauten müssen vielfältig sein, damit jeder einen geeigneten Wohnraum finden kann: Jung und Alt, aber auch Menschen mit Behinderungen oder Menschen aus dem Ausland.
Bei der Arbeit für mehrere Generationen stehen folgende Grundsätze im Mittelpunkt:
Sichere Nachbarschaftswege innerhalb der 15-Minuten-Insel
Aus verkehrstechnischer Sicht wird oft geprüft, wie verschiedene Zentren, Bahnhöfe und Arbeitsbereiche erschlossen sind. Oft aus der Perspektive des Durchgangsverkehrs, um schnell von A nach B zu gelangen. Für die Jüngsten und Ältesten in unserer Gemeinde ist eine ganz andere Sichtweise erforderlich. Kinder und ältere Menschen haben einen kleinen Aktionsradius, bewegen sich langsam und nutzen vor allem Gehwege, Plätze und Radwege. Deshalb ist es notwendig, zwischen wichtigen Zielen in der Nachbarschaft (Nachbarschafts
-Knotenpunkt, Schule, Park, Spielplatz) sichere Wege zu schaffen, die zu selbstständiger und aktiver Bewegung einladen. Wir gehen davon aus, dass ein 8-jähriges Kind innerhalb der Wohngebiete selbstständig zur Schule laufen oder mit dem Fahrrad fahren können muss, und richten das Verkehrsnetz und den öffentlichen Raum darauf aus. An strategischen Stellen entlang dieser Route gibt es Platz zum Ausruhen, ausreichend Schatten, sanitäre Einrichtungen, gesunde Ernährung und sauberes Trinkwasser sowie Spielmöglichkeiten oder Spielanreize.
Gesunde und sichere Schulumgebungen
Insbesondere für Kinder und ihre Eltern spielen Schulen eine wichtige Rolle als Treffpunkt in der Nachbarschaft. Schulen bieten garantiert Lebendigkeit und Spielraum, erfordern aber auch eine sichere und gesunde Umgebung. Da nun Pläne bestehen, die sechs Schulen in Kerkrade Ost zu drei Standorten zusammenzufassen, können wir diese Gelegenheit nutzen, um sorgfältig auszuwählen, wo eine Schule am besten passt, und anschließend das Gebäude und die Umgebung ganzheitlich zu gestalten, wobei Sicherheit, Aufenthalt und Unterhaltung im Vordergrund stehen. Denken Sie an einen sicheren und grünen Bereich zum Bringen und Abholen, Fahrradabstellmöglichkeiten, eine gute Anbindung an umliegende Einrichtungen und Platz für spielende Kinder im Grünen.
Diverse und nachhaltige Wohnungsangebote
Der Wohnungsbestand muss für mehrere Zielgruppen geeignet gemacht werden: sowohl für die relativ große Gruppe der heutigen Senioren (die nach lebenslangen Wohnungen suchen) als auch für die jüngere Bevölkerung der Zukunft. Daher werden Umstrukturierungen, Nachhaltigkeitsmaßnahmen (im Hinblick auf lebenslanges Wohnen, multifunktionale Nutzung, Wiederverwendung von Materialien und Energieeffizienz) und Neubauten in Stadtvierteln genutzt, um ein vielfältigeres Wohnungsangebot und eine bessere Mischung in der Nachbarschaft zu gewährleisten. Denken Sie dabei an Wohnungen in einem anderen Segment, einer anderen Wohnungsgröße oder einem anderen Wohnungstyp. Im Falle eines Abrisses bauen wir nicht immer das Gleiche wieder auf. Beim Abriss sind auch zirkuläres Bauen und Urban Mining von Bedeutung.
Wir bauen für die Zukunft; denkbar sind beispielsweise lebenslange Wohnungen (z. B. Wohnungen mit Aufzug, Patio-Wohnungen und Bungalows), Wohn-Pflege-Kombinationen und Starterwohnungen oder -appartements. Dabei nutzen wir den Charakter oder die vorhandenen Qualitäten des Stadtteils (und seiner Struktur). Wir setzen auf mehr Wohnungen im mittleren Preissegment und teurere (Eigentums-)Wohnungen. Denn Kerkrade liegt deutlich über dem Standard von 30 % Sozialwohnungen am gesamten Wohnungsbestand. Wir wollen andere und neue Zielgruppen anziehen und den Anteil an Sozialwohnungen reduzieren. Bei dem Umweltprogramm für Wohnen sind auch Lebensqualität und Sicherheit von großer Bedeutung.
Ein nachhaltiges Wohnungsangebot berücksichtigt auch die Qualität des Raumklimas. Wir verfügen über einen lokalen Ansatz zur Isolierung (Transitievisie Warmte) und zur Bekämpfung von Energiearmut, um die Nachhaltigkeit zu fördern und das Raumklima sowie den Wohnkomfort zu verbessern. Kühlung muss sowohl innerhalb der Wohnungen als auch außerhalb in der Nachbarschaft Teil des Entwurfs sein. Die Anwendung des vom RVO entwickelten Menükarts Hitze kann dabei helfen (gemäß den Säulen Gesundheit, Gebäude und Gebiet) und (zusätzliche) Maßnahmen zur Bekämpfung von Überhitzung zu ergreifen. Dies wird in den noch zu erstellenden Umweltprogrammen und im Umweltplan weiter ausgearbeitet.
Erholung und Begegnung in kühlen Grünflächen in der Nähe Ihres Zuhauses
Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sonne und Schatten ist in der Wohnumgebung wichtig. Wir verwenden die Hitzestresskarte, um festzustellen, wo der Zugang zu Grünflächen, Schatten und Stadtteilparks unzureichend ist und daher zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. Vorrangig für die Umsetzung dieser Regel sind Gebiete und Wege in der Nähe von Einrichtungen für die Ältesten oder Jüngsten.
Gesundheit und umfassender Wohlstand
Wenn wir für die Jüngsten und Ältesten gestalten, gestalten wir eine Stadt, die für alle gut ist. Eine Mehrgenerationenstadt bedeutet eine fürsorgliche Gesellschaft mit sozialer
m Zusammenhalt, in der sich die Menschen kennen und umeinander kümmern. Die Arbeit an der Mehrgenerationenstadt steht im Einklang mit den Kernwerten #1: Rauchfreie Umgebung, #2: Attraktive Orte, #3: Gesundes Gewicht, #6: Aktiver Verkehr, #8: Gesundes Raumklima, #9: Angenehmes Wohnen und #10: Geeignete Wohnungen. Wir sorgen in Kerkrade dafür, dass die Vielfalt der Wohnungstypen, -größen und Wohnformen erweitert wird, damit mehr Zielgruppen einen geeigneten Ort finden können. Zum Beispiel, indem wir Platz für Seniorenwohnungen in der Nähe von Pflegeeinrichtungen und anderen Einrichtungen schaffen. Gleichzeitig achten wir auf sichere, angenehme Wege durch die Nachbarschaft, um die Unabhängigkeit und Autonomie zu erhöhen.
Die Luftqualität wird durch die Einhaltung der gesetzlichen Normen und die Zusammenarbeit mit dem Staat, der Provinz und großen Unternehmen in unserer Gemeinde im Rahmen des Abkommens für saubere Luft verbessert. Wichtig ist, dass die Auswirkungen auf die Wohnumgebung, insbesondere in Bezug auf Lärm und Luftqualität, so weit wie möglich begrenzt werden. In Bezug auf die Luftqualität ist Kerkrade vom Ausland abhängig, unter anderem von großen Ballungsräumen wie Aachen, Lüttich und dem Ruhrgebiet. In den letzten Jahren nehmen die Beschwerden über das Heizen mit Holz zu. Das Heizen mit Holz führt zu Schadstoffen in der Luft und kann für Anwohner eine Belästigung darstellen. Gemeinden können Richtlinien und Vorschriften für die Nutzung von Holzöfen und offenen Kaminen festlegen. Im Hinblick auf Lärm ist es wichtig, bei der Entwicklung von lärmempfindlichen Gebäuden wie Wohnhäusern oder Schulen in den Schwerpunktgebieten sorgfältig zu prüfen, ob die gesetzlichen (Mindest-)Normen eingehalten werden.
Landschaft
Eine wichtige Rolle spielen die kühlen Grünflächen, die für ein angenehmes Wohnumfeld entscheidend sind. Kleine Nachbarschaftsparks mit einer Mindestgröße von 200 m² in maximal 300 m Entfernung von jedem Wohnhaus. Diese müssen nicht mit den größeren Landschaftsstrukturen verbunden sein. Die Nachbarschaftsparks sind über einen sicheren und schattigen Weg erreichbar. Auf diesen Wegen und in diesen Grünflächen geben wir den Bäumen Raum, um zu wachsen und so die meisten gesundheitlichen Vorteile zu bieten.
Kulturerbe
Innerhalb der Wohngebiete gibt es hier und da kleine Strukturen und Gebäude, die verschiedene Zeitabschnitte in der Gemeinde widerspiegeln. Denken Sie beispielsweise an die Ausgrabungen der römischen Villa Kaalheide, mittelalterliche Bauernhöfe, die Bergarbeitersiedlung De Hopel, den Schacht Nulland oder zeitgenössisches Kulturerbe wie Superlocal. Diese Orte bieten Möglichkeiten, Geschichten für Bewohner und Besucher zu erzählen. Einige dieser Orte sind sehr versteckt. Routen, die mit anderen interessanten Orten verbunden sind, und eine gute Beschilderung können hier Abhilfe schaffen. Auch die Kommunikation seitens der Gemeinde ist wichtig, beispielsweise durch Storytelling und die Nutzung digitaler Möglichkeiten wie der Archeo Route Limburg, die archäologische Geschichten erlebbar macht.
Energiesicherheit
Energiesicherheit ist für eine Stadt, die für alle Generationen gut ist, von entscheidender Bedeutung. Eine zuverlässige Energieversorgung gewährleistet, dass Wohnungen, Schulen, Gesundheitseinrichtungen und Freizeiteinrichtungen sicher und komfortabel sind, unabhängig vom Alter oder der Lebensphase. Durch den Fokus auf lokale, nachhaltige Energieerzeugung und Bezahlbarkeit wird verhindert, dass benachteiligte Gruppen unverhältnismäßig stark von Energiepreisen oder -engpässen betroffen sind. Intelligente Lösungen wie energieeffiziente Wohnungen und nachbarschaftsorientierte Wärmeversorgung unterstützen die Bedürfnisse von Jung und Alt.
Klimaresistente Stadt, Wohnen in einem starken landschaftlichen Rahmen
Die Landschaft von Kerkrade ist von hoher Qualität und der erste Teil, in dem die Eifel in den Niederlanden wirklich sichtbar ist. Im Wormdal und im Anstelvallei findet man für niederländische Verhältnisse noch echte Wildnis in der Nähe der Stadt. Außerdem kann man diese Landschaft von allen Teilen der Gemeinde aus entdecken. Eine Landschaft, in der Spuren der Vergangenheit zu finden sind: mit Hohlwegen und römischen Villen, einem alten Abteikomplex, einer mittelalterlichen Kirche,
einem Schloss, Carréhöfen und Wegkreuzen, dem imposanten und originellen Minenschacht Nulland und dem einzigen Stausee der Niederlande. Damit ist Kerkrade nicht nur ein Anziehungspunkt für den Tourismus, der sich unter anderem auf Naturerlebnisse konzentriert, sondern bietet auch einen einzigartigen und abwechslungsreichen landschaftlichen Rahmen zum Wohnen und Erholen.
Bei einem starken landschaftlichen Rahmen stehen die folgenden Grundsätze im Mittelpunkt:
Unterstützung der ökologischen Basis
Es ist notwendig, bestehende Wald- und Naturgebiete für die Zukunft robuster zu machen, indem sie vergrößert und miteinander verbunden werden. Damit wird die Politik aus der Strukturvision fortgesetzt. Zu diesem Zweck stärken wir die landschaftlichen Qualitäten, legen ökologische Korridore fest, die das ökologische System unterstützen, und schaffen klare Übergänge zwischen Bach- und Trockentälern und (Wald-)Hängen. Es wird erwartet, dass die Wald- und Naturgebiete in Kerkrade in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden, unter anderem mit einem Lebensbaumwald bei der Abtei Rolduc.
Eine ökologische Basis bedeutet auch eine gute Boden- und Landschaftspflege, die einen positiven Beitrag zur Wasserqualität leistet. Dies erfordert einen Wandel in der Landwirtschaft hin zu einer nachhaltigeren Betriebsführung, bei der Umweltqualitäten, Wasser- und Klimaprobleme sowie gesellschaftliche Entwicklungen berücksichtigt werden. Kerkrade ist schließlich keine großflächige Agrargemeinde (kein „primäres Agrargebiet” gemäß der Umweltvision der Provinz). Die Umgebung ist stark urbanisiert, weist jedoch einen hohen Natur- und Landschaftswert auf. Das Ziel ist es, gemeinsam mit den Landwirten auf eine nachhaltige, natur
, beispielsweise eine naturintegrative Form der Landwirtschaft, hinzuarbeiten, die integraler Bestandteil des landschaftlichen Rahmens ist.
Wilde Natur verbunden mit dem städtischen Gefüge
Die aktuellen Regeln für die städtische Expansion in den Außenbezirken werden im Wesentlichen beibehalten: kein Rot für Grün. Beispielsweise gibt es an Orten, an denen der Bach und Trockentäler den Eingang zu den Außenbezirken bilden, Anlass, Natur- und Erholungswege in das Stadtgebiet zu integrieren. Oder indem man den Ausblicken wieder den Raum gibt, den sie verdienen. Derzeit beobachten wir, dass verschiedene Aussichtspunkte durch Reihenbebauung verschlossen werden.
Das führt zu fantastischen Wohnungen, privatisiert aber einzigartige Orte in der Gemeinde.
Verstärkung der Schwammwirkung und des Wasserhaushalts des gesamten Systems
Obwohl es in der Gemeinde ein einzigartiges Wasserableitungssystem gibt, muss zusätzlich dazu die Schwammwirkung sowohl auf den Plateaus („dort, wo der Tropfen fällt“) als auch an den Plateau-Rändern (Wasserrückhalt durch artenreiche Vegetation) verstärkt werden. Wo immer möglich, wird das Regenwasser wiederverwendet oder versickert, und darüber hinaus wird Platz für die Wasserspeicherung und den verzögerten Abfluss über die Oberfläche oder über ein getrenntes Kanalisationssystem benötigt. Wichtig ist, dass die versiegelte Fläche nicht weiter zunimmt oder sogar verkleinert wird, damit das Regenwasser in den Boden eindringen kann. Das bedeutet an vielen Stellen die Entfernung (überflüssiger) Versiegelung und die Begrünung des Stadtgebiets, insbesondere auf den höher gelegenen Plateaus. Dies ist eine Aufgabe, die die Gemeinde auch gemeinsam mit den Einwohnern mit den Projekten „Steenbreek” und „NK Tegelwippen” angehen möchte. Außerdem trägt die Begrünung der Stadt zur Bekämpfung von Hitzestress bei. Aufgrund der oben genannten Bebauung hat Kerkrade mit dem sogenannten Wärmeinseleffekt zu kämpfen. Das bedeutet, dass sich die Stadt in langen Warmperioden kaum abkühlt.
Entwicklung eines hochwertigen Tourismus
Kerkrade hat verschiedene touristische Attraktionen, aber ein einseitiges Angebot für mehrtägige Aufenthalte, das nicht gut zu der touristischen Zielgruppe passt, auf die wir uns konzentrieren, nämlich Familien mit Kindern. Das erfordert eine Zusammenarbeit zwischen Tourismusunternehmen und eine Diversifizierung der Unterkunftsmöglichkeiten. Zum Beispiel durch die Bereitstellung von Platz für einen Naturcampingplatz. Das Erholungs- und Naturgebiet kann durch Routen über die Grenze nach Deutschland weiter erschlossen werden. Dazu sind einige fehlende Verbindungsstücke erforderlich, um die Entwicklung des Netzwerks zu ermöglichen, und es ist wichtig, auf Fahrradverleih und längere Fahrradrouten zu setzen. Der Anfang dafür wurde bereits mit der Parkstadroute gemacht, die quer durch die Gemeinde Kerkrade verläuft, dem „Knotenlaufen” und dem Start der Route des Dutch Mountain Trail in unserer Gemeinde. Hier liegen Chancen für Freizeit und Tourismus.
Erlebbare, erholsame Stadtgrünflächen
Indem wir die Bewohner dazu anregen, die „täglichen Grünflächen“ stärker zu nutzen, die beispielsweise für einen Spaziergang mit dem Hund wichtig sind, können wir den Freizeitdruck auf die Außenbereiche verringern. Das bedeutet, dass wir für eine gute Erreichbarkeit und Gestaltung der Grünflächen innerhalb und um jedes Stadtviertel herum sorgen müssen. Denken Sie dabei an Nachbarschaftsparks und Spielplätze wie den Stadspark, den Park West und den Laurapark, aber auch an größere Grünflächen am Rande des Stadtteils wie den Berenbos und Carisborg, die durch die Schaffung von Platz für kleine Gastronomiebetriebe (gesunde Ernährung und Trinkwasser), Toiletten, Ruhezonen sowie Spiel- und Sportmöglichkeiten stärker für Freizeitaktivitäten genutzt werden können.
Gesundheit und umfassender Wohlstand
Eine attraktive grüne Umgebung stellt das natürliche Kapital dar. Dies sind Orte, an denen Menschen gerne leben (die grünsten Viertel sind oft auch die teuersten Viertel und die ärmsten oft die wärmsten Viertel), und um eine gesunde Umgebung zu schaffen, ist ein starker landschaftlicher Rahmen eine Grundvoraussetzung. Sowohl im kleinen Maßstab in den Stadtvierteln als auch in größeren Strukturen für Erholung und Entspannung. Die Natur in und um die Stadt sorgt für Ruhe inmitten des Trubels und bringt gesundheitliche Vorteile, auch für Menschen, die sich nicht so schnell selbst auf die Suche danach begeben.
Im Rahmen der Umweltvision arbeiten wir daran, den landschaftlichen Rahmen zu stärken und zu erweitern, damit die Vorteile (attraktive Umgebung, Kühlung, saubere Luft) auch im Wohnumfeld stärker spürbar werden. Darüber hinaus wird an einem besseren Schutz der Natur gearbeitet, damit wir ihr auch den Raum geben, sich zu entfalten. Es gibt Möglichkeiten, Bewegung im öffentlichen Raum in grünen Bereichen zu fördern, ein wichtiger Schwerpunkt des Programms Vie. Zum Beispiel durch die Einrichtung wichtiger Rad- und Wanderwege in grünen Bereichen oder als Anlass für eine Begrünungsstrategie. Und durch die stärkere Nutzung von Parks für Sport- und Spielaktivitäten. Die klimaresistente Stadt ist mit den Kernwerten #2: Attraktive Orte und #9: Angenehmes Wohnen verbunden.
Ausgehend von einer Frage der Verteilung müssen wir für eine gleichmäßige Verteilung und Zugänglichkeit der grünen Umgebung sorgen. Einige Stadtteile haben besonders mit Hitzeproblemen zu kämpfen. Hier muss mit der Schaffung einer grünen, gesunden und klimafreundlichen Lebensumgebung begonnen werden.
Kulturerbe
Einige bedeutende Kultur- und Archäologiestätten von Kerkrade befinden sich in den Außenbezirken. Diese sind auch wichtige (inter)national bekannte Ausflugsziele, wie beispielsweise die Abtei Rolduc, die römische Villenlandschaft (Villa Holzkuil) und das Schloss Erenstein. Im Hinblick auf Tourismus und Erholung ist es wichtig, solche Stätten weiterhin zu schützen und zugänglich zu halten. Es ist jedoch interessant, den Blick auch auf andere Arten von Strukturen zu richten. Zum Beispiel auf Kulturgüter, die eine nutzbare Funktion haben oder hatten, wie der Stausee oder die Miljoenenlijn. Auch Bäume, Bachläufe oder Landschaftselemente können einen kulturellen Wert haben.
Energiesicherheit
Energiesicherheit ist ein wichtiger Baustein für eine klimaresistente Stadt, in der Wohnen, Arbeiten und Erholung im Einklang mit Natur und Landschaft stehen. Durch den Einsatz nachhaltiger Energieerzeugung werden nicht nur fossile Brennstoffe ersetzt, sondern auch die natürliche Landschaft gestärkt. Eine intelligente Energieinfrastruktur, die in den grün-blauen Rahmen integriert ist, trägt zur Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Wetterbedingungen wie Hitze, Dürre und Überschwemmungen bei. Lokale Lösungen wie Energiespeicherung und klimafreundliche Gebäude verringern die Belastung der Umwelt und stärken den Zusammenhang zwischen Bebauung und Natur.
Konfrontation Handlungsstränge
Die vier Handlungsstränge der Umweltvision Kerkrade sind miteinander verflochten und bieten Möglichkeiten für eine integrale, zukunftsorientierte Entwicklung der Stadt. Es ist ausdrücklich nicht beabsichtigt, einen einzigen Handlungsstrang auszuwählen, sondern diese parallel zueinander auszuarbeiten. Die unter den genannten Handlungssträngen aufgeführten Ambitionen tragen zum Zukunftsbild von Kerkrade bei. Die Handlungsstränge haben ihre eigenen Schwerpunkte, Prioritäten und räumlichen Anforderungen. Bei der Ausarbeitung entstehen Ambitionen, die sich gegenseitig verstärken und miteinander kollidieren.
Räumlicher Wettbewerb: Wohnen, Arbeiten, Grünflächen und Einrichtungen
Der Wunsch der „Lebenswerten Stadt“ und der „Mehrgenerationenstadt“ nach vollständigen Stadtteilknotenpunkten und einem vielfältigen Wohnungsangebot erfordert eine intensive Raumnutzung in bestehenden Stadtteilen und Zentrumsgebieten. Gleichzeitig erfordert die „Arbeitsstadt“ die Erhaltung und Umgestaltung von Gewerbegebieten. Die klimaresistente Stadt erfordert mehr Raum für Grünflächen, Wasserrückhaltung und ökologische Verbindungen. Diese Ambitionen können zu einem räumlichen Konflikt führen:
Mehr Wohnungen, mehr Einrichtungen und mehr Wirtschaftstätigkeit erfordern eine Verdichtung, während Begrünung und Klimaanpassung ebenfalls Raum benötigen. Dieser Konfliktpunkt wird gemildert, indem man sich für eine Innenverdichtung statt einer Ausdehnung entscheidet und die Gewerbegebiete saniert und nachhaltiger gestaltet. Sollte die Innenverdichtung in Zukunft nicht ausreichen und man sich für Außenentwicklungsgebiete entscheiden, könnte es zu Spannungen mit dem Prinzip „kein Rot für grü
” und dem Schutz der Außengebiete kommen. Ein weiteres Problem ist der relativ hohe Anteil an Sozialwohnungen innerhalb der Gemeinde. Um eine ausgewogenere Bevölkerungszusammensetzung mit sowohl „Trägern” als auch „Nachfragern” zu gewährleisten, ist es wünschenswert, sich stärker auf das mittlere und höhere Wohnungssegment zu konzentrieren.
Mobilität und Erreichbarkeit sowie Lebensqualität und Klima
Die „Lebenswerte Stadt“ und die „Mehrgenerationenstadt“ streben sichere, attraktive und grüne Nachbarschaftswege, eine Reduzierung des Autoverkehrs und die Förderung des Radfahrens und Wanderns (Verbesserung der Gesundheit) an. Gleichzeitig bleibt die „Werkende stad” (Arbeitsstadt) auf eine gute Erreichbarkeit angewiesen, wobei von mehr Verkehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad ausgegangen wird, während das Auto für Unternehmer und Arbeitnehmer weiterhin ein wichtiger Ausgangspunkt bleibt. Dies kann zu folgendem Konfliktpunkt führen:
Der Parkdruck in Stadtvierteln und Gewerbegebieten kann mit dem Bestreben nach autofreien und grünen öffentlichen Räumen in Konflikt stehen. In Kerkrade ist das Auto ein häufig genutztes Verkehrsmittel.
Maßnahmen zur Verringerung des Autoverkehrs (Verhaltensänderung und Anpassung der Parknormen) können bei Unternehmern, Anwohnern und Besuchern auf Widerstand stoßen, insbesondere wenn die Alternativen (ÖPNV, Fahrradverkehrsanbindung und Fahrradinfrastruktur) noch nicht ausreichend sind.
Wirtschaftliche Entwicklung versus Ökologie und Erholung
Das Ziel der „Werkende Stad” (Arbeitsstadt), Gewerbegebiete nachhaltiger zu gestalten und lokale KMU zu fördern, erfordert Raum für neue Aktivitäten, Energieerzeugung und Infrastruktur. Die klimaresistente Stadt setzt sich für die Stärkung der Ökologie, der Wasserwirtschaft und der Erholungsgrünflächen ein. Diese Ambitionen können gemeinsam zu einem Dilemma führen. So kann die Nachfrage nach Raum für Energiespeicherung und -erzeugung in Gewerbegebieten mit dem Wunsch kollidieren, diese Gebiete zu begrünen und klimaresistent zu gestalten. Darüber hinaus hat sich die Gemeinde Kerkrade dafür entschieden, vorerst keine großflächigen Windkraftanlagen und Solarpanelfelder zuzulassen, was im Widerspruch zu „
” (Kernstück Kerkrade) steht, das eine nachhaltige Energiewende anstrebt. Kerkrade ist daher aufgrund des begrenzten Platzangebots innerhalb der Gemeinde auf nachhaltige Energie aus anderen Regionen angewiesen.
Der Ausbau touristischer Einrichtungen und Freizeitwege kann zu einer zusätzlichen Belastung empfindlicher Naturgebiete führen, was wiederum einen zusätzlichen Druck auf ökologische Werte zur Folge haben kann.
Sozialer Zusammenhalt versus Skalierung und Effizienz
Die Mehrgenerationenstadt und die lebenswerte Stadt betonen die Bedeutung von maßgeschneiderten Lösungen, Nachbarschaftsinitiativen und sozialer Inklusion. Gleichzeitig werden Einrichtungen und Schulstandorte konzentriert
und optimiert, um Effizienz zu erreichen. Die Konzentration von Einrichtungen und Geschäften kann zu einer Verarmung kleinerer Stadtteile führen, in denen der soziale Zusammenhalt ohnehin schon fragil ist. Die Umstrukturierung und Vergrößerung kann die Zugänglichkeit für benachteiligte Gruppen einschränken, daher ist es empfehlenswert, ausdrücklich auf eine inklusive Gestaltung hinzuarbeiten.
Multifunktionale Raumnutzung und ganzheitliche Einrichtung
Die Handlungsstränge verstärken sich gegenseitig, wenn Funktionen kombiniert werden. Multifunktionale Plätze und öffentliche Räume tragen zur sozialen Vitalität bei (Lebenswerte Stadt), fördern die lokale Wirtschaft (Funktionierende Stadt), bieten Raum für Begegnung und Bewegung (Mehrgenerationenstadt) und können klimafreundlich und grün gestaltet werden (Klimaresistente Stadt). Gründächer, Wasserauffangsysteme und natürliche Materialien verbinden nachhaltiges Bauen, Klimaanpassung und gesunde Arbeits- und Wohnumgebungen.
Gesundheit, Sicherheit und Klima als gemeinsame Trägheit
Die Stärkung von Grünflächen, Schatten (3-30-300-Regel, 40 % Schatten entlang von Wegen), rauchfreie Schulhöfe und eine bewegungsfreundliche Gestaltung tragen zu einem gesunden Lebensumfeld für Jung und Alt (Mehrgenerationenstadt) sowie zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsumfeld (Lebenswerte Stadt, Arbeitsstadt) bei. Klimaanpassung und Stärkung ökologischer Werte und Strukturen (klimaresistente Stadt)
Energiezentren und zirkuläres Wirtschaften
Das Bestreben, Gewerbegebiete für die Energiewende zu nutzen, und zwar durch kollektive Energiezentren, begrünte Dächer und intelligente Infrastruktur, bietet Synergien in folgenden Bereichen:
- Beschäftigung und Innovation (Arbeitsstadt) werden durch neue nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten gefördert.
- Klimaziele (klimaresistente Stadt) und lokale Eigenverantwortung (lebenswerte Stadt, Mehrgenerationenstadt) können durch die Beteiligung an Energieprojekten miteinander verbunden werden.
- Barrierefreier und inklusiver öffentlicher Raum
Die Gestaltung öffentlicher Räume und Wege trägt zur sozialen Kohäsion und zu Nachbarschaftsinitiativen (Lebenswerte Stadt, Mehrgenerationenstadt) sowie zur Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen, Einrichtungen und Freizeitangeboten (Arbeitsstadt, Klimaresistente Stadt) bei. Im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft gibt es auch einen Konfliktpunkt: Die Gemeinde setzt sich für niedrigere Umweltkategorien in den Gewerbegebieten ein, während die Kreislaufwirtschaft viel Platz und eine höhere Umweltkategorie erfordert.
Karten zu den vier Handlungssträngen
Textversionen der Karten zu den vier Handlungssträngen
Vision Card
Auf der Visionkarte sind alle räumlichen Schwerpunkte und Veränderungen für Kerkrade zu sehen.
Lebenswerte Stadt
- Nachbarschaftstreffpunkt (allgemein)
- Nachbarschaftstreffpunkt (Schwerpunkt auf Sport und/oder Freizeit)
Mobilität (Teil der lebenswerten Stadt)
- Historische Bänder als Wander- und Radwege
- Missing links in the cycle network
- Lokale Straßen
- Gebietserschließungsstraßen
- Buitering Parkstad Limburg / N300
- Autobahn (A76)
- Eisenbahn
- Stationen Dreiländerzug
- Bahnhof Kerkrade-West
Working city
- Arbeitsbereiche
- Rodaboulevard (Freizeit und Sport)
- Gesundheitscluster
- Begrünung von Gewerbegebieten / Campusentwicklung
- Grüne Pufferzone zwischen Gewerbegebieten und Wohngebieten
- Energiewende (grenzüberschreitende Umsetzung)
- Renovierung alter Gewerbegebiete
Mehrgenerationenstadt
- Begegnungszonen (15 km/h)
- Aufrechterhaltung der Einrichtungen in den Nachbarschaftszentren
- Wichtige Grünflächen in der Nachbarschaft (Begegnung, Erholung, Sport & Spiel)
- Ansatz für bestehende und neue Schulumgebungen
- Einschließlich Fusion von Schulen in Kerkrade Ost von 6 auf 3 über Zeitspanne Standorte noch offen)
Klimaresistente Stadt
- Entwaldung und Wiederherstellung von Bach- und Trockentälern
- Stärkung ökologischer Verbindungen
- Eingänge zum Außenbereich
- Parkstadroute (Radwege)
- Freizeit-Rad- und Wanderwege (Deutschland)
- Freizeitziele / Attraktionen
Lebenswerte Stadt
Auf der Karte ist zu sehen, wo räumliche Schwerpunkte oder Veränderungen eine Rolle in der Storyline „Lebenswerte Stadt“ spielen.
Wichtige Knotenpunkte in der Nachbarschaft
- Nachbarschaftstreffpunkt (allgemein)
- Nachbarschaftstreffpunkt (Schwerpunkt auf Sport und/oder Freizeit)
Ein Mobilitätsnetzwerk mit Platz für Fahrräder
- Historische Bänder als Wander- und Radwege
- Missing links in the cycle network
- Parkstadtroute
- Suchgebiet für alternative Zufahrtsstraße
- Lokale Straßen
- Gebietserschließungsstraßen
- Buitering Parkstad Limburg / N300
- Autobahn (A76)
Ein Mobilitätsnetzwerk, das gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Carsharing erschlossen ist
- Mobilitätsknotenpunkt
- Eisenbahn und Bahnhof
- Dreiländerzug
Die wichtigsten räumlichen Schwerpunkte oder Veränderungen:
- Eygelshoven: Chancen rund um Bahnhöfe (hier fährt der Dreiländerzug vorbei)
- Dentgenbach: Verbesserung der Erreichbarkeit des Gewerbegebiets vom Bahnhof aus
- Wormdal: Sichere und attraktive Wege verbinden die Zentren. Mehr Platz für Radfahrer.
- Zentrum: Teilverkehr (u. a. Fahrräder) verteilt über die Stadt
- Maria Goretti-Platz: neue Schulstandorte gut mit dem Fahrrad erreichbar und mit nahe gelegenen Einrichtungen
- Rodaboulevard: Rad- und Wanderweg zwischen Stadt und Rodaboulevard
- Haltestelle Spelholzerheide: Standort bleibt interessant
- Südliches Ende der Parkstadroute: Verbindung des Arbeitsortes über die Parkstadroute
Working city
Auf der Karte ist zu sehen, wo räumliche Schwerpunkte oder Veränderungen eine Rolle in der Storyline „Die funktionierende Stadt“ spielen.
Ein angenehmes Arbeitsumfeld
- Geeignet für groß angelegte Logistik (gut erschlossen)
- Chancen für die Campusentwicklung
- Chancen für KMU
- Mehr Platz für Grünflächen/angenehmeres Wohnklima
- Grüne Pufferzone zwischen Gewerbegebiet und Wohngebiet
Randbedingungen in Ordnung
- Verbindung mit nachhaltiger Energie (grenzüberschreitend)
- Renovierung von Gewerbegebieten
- Erzeugung nachhaltiger Energie (auf jedem Gewerbegebiet)
- Verbesserte Erreichbarkeit (mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln)
- Gebietserschließungsstraßen
- Buitering Parkstad Limburg / N300
- Autobahn (A76)
- Eisenbahn
- Dreiländerzug
- Parkstadtroute
Die Rahmenbedingungen für die Campusentwicklung
- Gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, Radwege und Grünflächen
Die wichtigsten räumlichen Schwerpunkte oder Veränderungen:
- Julia-Gelände Eygelshoven: Umstrukturierung veralteter Gewerbegebiete
- Kaalheide: Die Sportstraat wandelt sich zum Wohngebiet
- Rodaboulevard: KMU erhalten Raum in Stadtnähe
- Rodaboulevard: ein Sport- und Freizeitprofil, das sich auch im öffentlichen Raum widerspiegelt
Mehrgenerationenstadt
Auf der Karte ist zu sehen, wo räumliche Schwerpunkte oder Veränderungen eine Rolle in der Geschichte der Mehrgenerationenstadt spielen.
Treffpunkt für Jung und Alt
- Nachbarschaftstreffpunkt (allgemein)
- Nachbarschaftstreffpunkt (Schwerpunkt auf Sport und/oder Freizeit)
- Aufrechterhaltung der Einrichtungen in den Nachbarschaftszentren
- Wichtige Grünflächen in der Nachbarschaft (Begegnung, Erholung, Sport & Spiel)
- Gesundheitscluster
Komplette Nachbarinseln mit sicheren Routen
- Begegnungszonen (15 km/h). Hier hat langsamer Verkehr Vorrang, wir sorgen für ausreichend Begegnungs- und Ruheplätze, Kühlung usw.
- Grüngürtel zwischen Industriegebieten und Wohngebieten
Gesunde und sichere Schulumgebungen
- Bestehende Schulumgebungen (im Umkreis von 700 m)
- Mögliche neue Schulumgebungen
Bei Fusion der Schulen in Kerkrade Ost von 6 auf 3 in Zeitspanne Standorte noch offen) - Historische Bänder als Wander- und Radwege
Die wichtigsten räumlichen Schwerpunkte oder Veränderungen:
- Eygelshoven: Kühle Grünflächen sind unerlässlich: kleine Nachbarschaftsparks, vorzugsweise in 300 m Entfernung von jedem Wohnhaus.
- Rolduckerveld: mehrere Standorte für fusionierende Schulen in Kerkrade-Ost: Chance für sichere und attraktive Schulumgebungen.
- Rodeboulevard: Die Stadtteile als „15-Minuten-Inseln“: Alltagsannehmlichkeiten in der Nähe jeder Wohnung.
- Willem-Sophia: Begrünung von Gewerbegebieten.
- Kerkrade-Ost: Ambitionsplan Kerkrade-Ost.
Klimaresistente Stadt
Auf der Karte ist zu sehen, wo räumliche Schwerpunkte oder Veränderungen eine Rolle in der Geschichte der klimaresistenten Stadt spielen.
Landschaft und Stadt miteinander verwoben
- Entwaldung und Wiederherstellung von Bach- und Trockentälern
- Stärkung ökologischer Verbindungen
- Eingänge zum Außenbereich
- Stationen in der Nähe des Eingangs zum Naturgebiet
- Blaue Struktur (Bäche und Stausee)
Erlebbare und erreichbare Attraktionen im Grünen
- Parkstadtroute
- Freizeit-Rad- und Wanderwege (Deutschland)
- Freizeitziele / Attraktionen





