Koalitionsvereinbarung 2026–2030 der Gemeinde Kerkrade offiziell unterzeichnet
Die neue Koalition aus „Burgerbelangen Kerkrade“, „Ouderenpartij Kerkrade“ und „Ons Kerkrade“ stellt ihre Koalitionsvereinbarung für den Zeitraum 2026–2030 vor: „Tsezame vuur ’t jeluk va Kirchroa“. Der Koalitionsbildner und zugleich Beigeordnete Alexander Geers fasst die Vereinbarung wie folgt zusammen: „In den kommenden vier Jahren steht das Wohlergehen unserer Einwohner im Mittelpunkt. Deshalb setzen wir auf das, was wirklich zählt: starke Stadtteile, ein Zuhause für alle und Chancen für unsere Jugend.“
Starke und lebenswerte Stadtteile als Fundament
Die Koalition setzt sich voll und ganz für die Stärkung der Stadtteile ein. Hier liegt laut Koalitionsvertrag die Grundlage für eine lebenswerte Stadt. Es wird in mehr Grünflächen, sichere öffentliche Räume und Einrichtungen in der Nähe des Wohnortes investiert, wie zum Beispiel Gemeindezentren, in denen sich die Bewohner treffen können.
Zudem erhalten die Einwohner durch Nachbarschaftsbudgets und (Bürger-)Initiativen mehr Einfluss auf ihr eigenes Stadtviertel. Die Gemeinde möchte ausdrücklich gemeinsam mit den Einwohnern an der Lebensqualität, der Sicherheit und dem sozialen Zusammenhalt arbeiten.
Darüber hinaus wird der Ansatz in Kerkrade-Ost fortgesetzt und, soweit möglich, ausgeweitet, um die Lebensqualität und die Chancen in diesen Stadtteilen weiter zu verbessern.
Starker Impuls für den Wohnungsbau
Um die Lage auf dem Wohnungsmarkt zu entspannen, will Kerkrade in den kommenden Jahren 1.300 bis 1.500 neue Wohnungen bauen.
Diese Wohnungen gibt es in verschiedenen Preisklassen und richten sich an Erstkäufer, Familien und Senioren. Außerdem möchte die Gemeinde Kerkrade Wohnungssuchenden bei Neubauten Vorrang einräumen und dafür sorgen, dass die Einwohner länger selbstständig wohnen bleiben können.
Mit diesem Ansatz möchte die Koalition sicherstellen, dass die Einwohner in ihrer eigenen Stadt wohnen bleiben können und dass die Stadtteile gesund und lebenswert bleiben.
In junge Menschen und Gesundheit investieren
Die Koalition setzt ausdrücklich auf die Zukunft, indem sie in Jugend und Gesundheit investiert. So wird das Angebot an Aktivitäten für Jugendliche erweitert, beispielsweise durch die neue Popbühne „Flexiforum Live“.
Außerdem möchte die Gemeinde der Einsamkeit unter Jugendlichen aktiv entgegenwirken und ihnen mehr Mitspracherecht einräumen, unter anderem über den Kinderrat und den Jugendbeirat.
Eine bemerkenswerte Maßnahme ist, dass jedes Kind jährlich 100 € für Sport, Kultur oder Musik erhält, damit alle Kinder daran teilnehmen können, unabhängig von der finanziellen Situation zu Hause.
Darüber hinaus setzt sich die Gemeinde für die Gesundheit ein, indem sie Prävention, Sport und ein gesundes Lebensumfeld fördert
Neues „ Kollegium “ des Bürgermeisters und beigeordnete
Die neue „ Kollegium “ besteht aus Bürgermeisterin Petra Dassen-Housen und fünf „ beigeordnete “. „Burgerbelangen Kerkrade“ stellt drei „ beigeordnete “: Alexander Geers, Raoul Vinken und Nicolle Heijltjes. Jo Paas ist Beigeordneter der „Ouderenpartij Kerkrade“ und John Roland von „Ons Kerkrade“. Zusammen bilden sie eine „ Kollegium “, die sich auf eine breite Mehrheit im Gemeinderat stützt und auf eine stabile und handlungsfähige Verwaltung ausgerichtet ist.
Gemeinsam für ein glückliches Kerkrade
Ein besonderer Bestandteil der Koalitionsvereinbarung ist das Gesellschaftsabkommen, in dessen Rahmen die Stadtverwaltung, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Organisationen gemeinsam vorgehen. Die Koalition betont, dass wir nur dann wirklich etwas bewirken können, wenn wir unsere Kräfte bündeln. Deshalb wurden die Ziele gemeinsam mit Partnern in der Stadt festgelegt, und die beteiligten Organisationen verpflichten sich aktiv zur Umsetzung. Das Abkommen ist somit nicht nur ein politisches Dokument, sondern auch eine Einladung an alle Partner in der Stadt, gemeinsam an der Zukunft von Kerkrade mitzuwirken. „Dieses Abkommen schließen wir nicht für die Stadt, sondern mit der Stadt. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen von Kerkrade wirklich angehen“, so Stadtrat Alexander Geers.
Die vorgeschlagenen „ beigeordnete “ werden in der Ratssitzung am 3. Juni ernannt.
