Koalitionsvertrag 2026–2030

Tsezame vor dem Kirchturm

Koalitionsvertrag 2026–2030

Die Skyline der Innenstadt: Die Lamburtuskirche und das Rathaus über den Bäumen

Eine solide demokratische Grundlage 

Am Mittwoch, dem 18. März 2026, haben die Einwohner von Kerkrade ihre Stimme abgegeben. Mit den Gewinnen von „Burgerbelangen Kerkrade“ (14 Sitze), der „Ouderenpartij Kerkrade“ (4 Sitze) und „Ons Kerkrade“ (4 Sitze) wurde eine solide Grundlage für eine stabile und handlungsfähige Verwaltung geschaffen. Mit 22 von 29 Sitzen verfügt diese Koalition über eine komfortable Mehrheit. Eine Koalition zu bilden bedeutet, große Verantwortung zu tragen, und dieser stellen wir uns. In dieser Grundsatzvereinbarung beschreiben wir unsere Vision für die kommenden vier Jahre. Es handelt sich um ein lebendiges Dokument, das bis zur Haushaltsdebatte am 12. November 2026 zu einem konkreten Regierungsprogramm weiter ausgearbeitet wird. In der kommenden Legislaturperiode besteht das „ Kollegium “ aus dem Bürgermeister und fünf „ beigeordnete “, die gemeinsam mit dem Stadtrat und der gesamten Stadt für ein glückliches und widerstandsfähiges Kerkrade eintreten werden. 

Unser Kurs: Beständig und zukunftsorientiert 

Kerkrade ist eine Stadt mit starkem Charakter, stolzen Einwohnern und beispielloser Widerstandsfähigkeit. Unser Ziel ist klar: Wir wollen eine zukunftsfähige, lebenswerte, gesunde und glückliche Stadt sein, in der es sich für alle Generationen angenehm wohnen, leben und arbeiten lässt. Die Umrisse davon sind bereits erkennbar. Frühere Koalitionen haben den Grundstein gelegt: Stadtteile werden umgestaltet, die Beschäftigung wächst, es gibt wieder eine vollwertige Sekundarschulbildung, und wir setzen uns für Menschen ein, die es schwer haben. Dennoch sind wir noch nicht am Ziel und gehen nun den nächsten Schritt. Kerkrade steht vor großen Herausforderungen in Bezug auf die Lebensqualität in den Stadtteilen, die Wohnungsknappheit, soziale Ungleichheit und die Energiewende. Wir stellen uns diesen Herausforderungen, indem wir den Kurs der vergangenen Legislaturperiode im Wesentlichen fortsetzen, ihn aber wo nötig mit neuen Erkenntnissen schärfen. Wir setzen uns voll und ganz für den Wandel zu einer glücklichen Stadt ein, wobei die Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtvierteln im Mittelpunkt steht. Das erfordert Mut und kühne Ziele, die wir gemeinsam mit unseren Partnern in der Stadt in allen Lebensbereichen unserer Einwohner verwirklichen wollen. 

Lasst uns gemeinsam die Ärmel hochkrempeln – jeder hilft mit! 

Wir sind davon überzeugt, dass Politik nur dann erfolgreich ist, wenn sie von den Menschen getragen wird, für die sie bestimmt ist. Deshalb beziehen wir bei allen Entwicklungen die Erkenntnisse unserer Einwohner und gesellschaftlichen Partner als wichtige Experten aus der Praxis umfassend ein. Diese Koalitionsvereinbarung ist mehr als nur ein politisches Dokument. Sie ist eine Einladung an alle, die sich mit Kerkrade verbunden fühlen und gemeinsam einen Beitrag zum Wandel unserer Stadt leisten möchten. Ein einzigartiger Höhepunkt dieses Abkommens ist das Gesellschaftsabkommen. Die Herausforderungen, vor denen wir als Stadt stehen, sind zu groß, um sie allein zu bewältigen. Wir setzen uns daher dafür ein, unsere Kräfte gemeinsam zu bündeln und handlungsorientiert an gemeinsamen Zielen zu arbeiten. 
Unsere Ziele wurden vorab der Wirtschaft, dem Bildungswesen und der Zivilgesellschaft vorgelegt. Dies hat zu einer gesellschaftlich getragenen Vereinbarung auf der Grundlage gemeinsamer Ziele geführt. 
 

Alle beteiligten Organisationen haben bekundet, dass sie sich den Zielen des Koalitionsvertrags anschließen und einen aktiven Beitrag dazu leisten wollen. Auch mit den Oppositionsparteien streben wir eine inhaltliche Zusammenarbeit an. Der Dialog ist das Herzstück unserer Demokratie, und als Koalition tragen wir die Verantwortung, diesen Dialog in die richtigen Bahnen zu lenken und mit der Opposition inhaltlich zusammenzuarbeiten. 

Die Umsetzung in die Praxis: Unsere Ziele in den einzelnen Themenbereichen

Die Ziele, die wir als Koalition verfolgen, und die Partnerschaft, die wir mit unseren Partnern eingegangen sind, gewinnen erst dann wirklich an Bedeutung, wenn sie in unserer Gesellschaft verankert sind. 

In den folgenden Abschnitten setzen wir unseren Kurs in konkrete Politikbereiche um. Dabei ziehen sich die Themen Lebensqualität und Stadtteile wie ein roter Faden durch diese Vereinbarung; wir beginnen an der Basis, unseren Stadtteilen, und arbeiten von dort aus auf ein ganzheitliches Bild der Stadt hin. 

Jedes Kapitel schließt mit einer Reihe konkreter Ziele, die in den kommenden Jahren als Leitfaden für die Ausarbeitung des Regierungsprogramms dienen sollen. Auf diese Weise machen wir den Wandel von Kerkrade für die kommende Legislaturperiode für alle sichtbar und greifbar.

Das Stadtviertel: Das Fundament unserer Stadt

Die Stärke von Kerkrade liegt in seinen Stadtvierteln. Die Stadtviertel bilden die Grundlage für eine lebenswerte Stadt. Ein lebenswertes Stadtviertel ist mehr als nur eine Ansammlung von Straßen und Plätzen; es ist der Ort, an dem sich unsere Einwohner zu Hause fühlen und glücklich sein wollen und können. Die Koalition möchte die Stadtviertel weiterentwickeln, die Lebensqualität steigern und den sozialen Zusammenhalt stärken. 

Ein barrierefreies und vielfältiges Angebot an Einrichtungen ist nach wie vor ein Schwerpunkt unserer Koalition. Diese Einrichtungen sind die Orte, an denen unsere Einwohner zusammenkommen, ihre Einkäufe erledigen oder miteinander in Kontakt treten. In den vergangenen Jahren wurde erheblich in unsere Stadtteile investiert. Auch in der kommenden Legislaturperiode bleibt die Weiterentwicklung der Stadtteile ein Schwerpunkt unserer Politik. Mit dem Ziel, das Wohlergehen unserer Einwohner zu gewährleisten, investieren wir unter anderem in Lebensqualität, Wohnen, Pflege, Bildung, Wirtschaft und Nachhaltigkeit, wobei wir den menschlichen Maßstab und die eigene Identität unserer Stadt im Blick behalten. Unser Ansatz zielt auf die Zusammenarbeit zwischen und mit Einwohnern, Vereinen und Unternehmern ab.

Sozialer Zusammenhalt und Begegnung

Sozialer Zusammenhalt ist eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können. In enger Zusammenarbeit mit unseren gesellschaftlichen Partnern ergreifen wir Initiativen, um die Verbundenheit im Stadtteil wiederherzustellen. Wir sehen enorme Chancen darin, die Verbindungen zwischen unserem reichhaltigen Vereinsleben und den Stadtteilen zu stärken. Unsere Gemeindezentren spielen dabei eine entscheidende Rolle: Sie sind die Wohnzimmer des Stadtteils, in denen Begegnung und soziale Resilienz Hand in Hand gehen. Die Bekämpfung von Einsamkeit beginnt mit der Begegnung. Wir werden daher den eingeschlagenen Kurs der quartiersorientierten Arbeit weiterverfolgen und, wo immer möglich, verstärken.

Ein grünes und gepflegtes Wohnumfeld

Die Gestaltung unseres öffentlichen Raums ist die Visitenkarte unseres Stadtteils und bestimmt maßgeblich, wie wir uns fühlen. Hochwertige öffentliche Grünflächen sind dabei unverzichtbar; sie tragen zur Attraktivität, zur Sicherheit, zum psychischen und physischen Wohlbefinden der Menschen sowie zur Klimaresilienz des Stadtteils bei. 
Wir setzen uns daher für mehr bewusst angelegte und gut gepflegte Grünflächen ein. Außerdem soll der öffentliche Raum dazu einladen, sich zu bewegen, zu spielen und sich zu treffen.

Bei der Gestaltung des öffentlichen Raums berücksichtigen wir dies daher und sind offen für (digitale) Innovationen. Darüber hinaus trägt ein gut gestalteter öffentlicher Raum zum Sicherheitsgefühl unserer Einwohner bei.

Der Einwohner als Experte aus eigener Erfahrung

Die Anwohner sind die Experten par excellence, wenn es um ihr eigenes Stadtviertel geht. Für uns ist es daher selbstverständlich, dass wir den Meldungen und Initiativen der Anwohner Gehör schenken und darauf reagieren. Außerdem setzen wir uns dafür ein, die Kommunikation über Bürgerinitiativen weiter zu verbessern. Denn wir glauben an die Kraft der Bewohner und werden Bürgerinitiativen auch weiterhin aktiv unterstützen. Wenn sich die Bewohner selbst für ihr Viertel einsetzen, entsteht eine nachhaltige Energie, die wir als Gemeinde pflegen müssen. Mit den Stadtteil- und Nachbarschaftsbudgets verfügen die Bewohner über die Mittel, um direkten Einfluss auf ihre eigene Straße oder ihren Platz zu nehmen. Darüber hinaus werden wir unsere Besuche in den Stadtteilen und Nachbarschaften in der kommenden Legislaturperiode mit voller Kraft fortsetzen. So stehen wir weiterhin Seite an Seite mit den Menschen, für die wir das tun, und arbeiten gemeinsam an der Lebensqualität unserer Stadtteile.

BOOST und das Nationale Programm für Lebensqualität und Sicherheit

In Kerkrade OOST haben wir gemeinsam mit unseren Partnern in diesem Gebiet ein langfristiges Konzept auf den Weg gebracht, um die Lebensqualität im Stadtteil zu verbessern. Als Koalition werden wir diese Initiative weiterhin unterstützen und, wo möglich, intensivieren, um eine noch engere Zusammenarbeit zu erreichen. Angesichts der vor uns liegenden Herausforderungen in den Bereichen Lebensqualität und Sicherheit wird sich die Koalition mit ganzer Kraft dafür einsetzen, einen strukturellen Zuschuss der Bundesregierung im Rahmen des Nationalen Programms für Lebensqualität und Sicherheit oder auf andere Weise zu erhalten.

Ziele
  1. Weiterentwicklung von Stadtvierteln
  2. Verbesserung der Lebensqualität und der Infrastruktur, beispielsweise durch die Gestaltung öffentlicher
    Räume und Einrichtungen
  3. Stärkung des sozialen Zusammenhalts in Stadtvierteln

Sicherheit

Sicherheit ist die Grundvoraussetzung für ein angenehmes Leben und eine lebenswerte Stadt. Jeder muss sich sicher fühlen können. Deshalb investieren wir weiterhin in eine sichtbare Durchsetzung der Vorschriften und in einen ganzheitlichen Ansatz zur Bekämpfung von Belästigungen im Wohnbereich, Jugendkriminalität und (untergrabender) Kriminalität. 

Dabei setzen wir uns dafür ein, sowohl die objektive Sicherheit als auch das Sicherheitsgefühl unserer Einwohner zu stärken. Die Koalition legt besonderen Wert auf Prävention, da sie weiß, dass eine nachhaltige Verbesserung auch Investitionen in Jugendliche und Stadtteile erfordert. Wir verwirklichen diese Ziele unter anderem durch sichtbare Ordnungsdurchsetzung und Rückmeldung an Hinweisgeber, das Interventionsteam sowie Programme wie „Soziale Sicherheit“ und „Prävention mit Autorität“. Mit dem letztgenannten Programm greifen wir frühzeitig ein: Wir bieten Perspektiven, wo es möglich ist, sind aber streng, wo es nötig ist. 

Aber auch den sozialen Zusammenhalt fördern wir unter anderem durch den Einsatz von Sozialarbeitern und verschiedener gesellschaftlicher Partner.

Außerdem setzen wir uns in den Stadtvierteln für einen sicheren öffentlichen Raum ein, unter anderem durch eine gute bauliche Gestaltung, Beleuchtung und – wo dies wirksam ist – Videoüberwachung. Meldungen von Anwohnern müssen einfach eingereicht werden können und sorgfältig nachverfolgt werden. 

Unsere Aufmerksamkeit gilt insbesondere auch der jüngeren Generation, die in immer jüngerem Alter mit Kriminalität in Berührung kommt. Mit „Prävention mit Autorität“ greifen wir frühzeitig ein: Wir bieten Perspektiven, wo es möglich ist, gehen aber streng vor, wo es nötig ist. 

Resilienz

Der sich wandelnde geopolitische Kontext und die zunehmende Abhängigkeit von lebenswichtigen Infrastrukturen erfordern mehr lokale Widerstandsfähigkeit. Eine widerstandsfähige Gesellschaft ist dabei von entscheidender Bedeutung. Wir bereiten uns als Organisation und unsere Einwohner darauf vor, gemeinsam gesellschaftlichen Unruhen, Krisen und externen Bedrohungen standzuhalten. Resilienz bedeutet für uns mehr als nur Sicherheit. Es geht um die Fähigkeit unserer Gemeinschaft, Risiken rechtzeitig zu erkennen, die richtigen Informationen zu finden und in Notzeiten aufeinander zählen zu können. Die Gemeinde übernimmt dabei eine unterstützende und koordinierende Rolle. Zur Stärkung und Steigerung der derzeitigen Widerstandsfähigkeit und Belastbarkeit im Falle einer langanhaltenden Krise wird ein Resilienzprogramm umgesetzt. Im Rahmen dieses Programms werden Vorkehrungen für Situationen getroffen, in denen lebenswichtige Prozesse ausfallen und dadurch große wirtschaftliche Schäden und gesellschaftliche Verwerfungen entstehen können. 

Ziele
  1. Steigerung der Sicherheit (des Sicherheitsgefühls)
  2. Neben der Strafverfolgung auch auf Prävention setzen
  3. Verhindern, dass Jugendliche auf die schiefe Bahn geraten
  4. Stärkung der (eigenen) Widerstandsfähigkeit

Wohnen für alle

Der Druck auf dem Wohnungsmarkt ist groß. Daher müssen die Einwohner oft lange auf eine geeignete Wohnung warten. Aus diesem Grund setzen wir in den kommenden Jahren auf den Bau von 1.300 bis 1.500 Wohnungen in verschiedenen Preisklassen. Dabei konzentrieren wir uns auf Erstkäufer, Familien, Senioren und Umziehende, um so ein ausgewogenes Wohnungsangebot zu schaffen. 

Wir bauen so weit wie möglich innerhalb der bestehenden Stadtstruktur und legen dabei Wert auf Lebensqualität sowie innovative und inklusive Wohnformen. Dazu gehören beispielsweise Wohnformen, die es ermöglichen, länger selbstständig zu wohnen. Die Koalition möchte Wohnungssuchende aus unserer Stadt so weit wie möglich in Kerkrade halten. Beim Neubau von Mietwohnungen wird daher – in Absprache mit unseren Partnern und in Leistungsvereinbarungen festgehalten – Wohnungssuchenden aus Kerkrade Vorrang eingeräumt.

Die Koalition setzt sich weiterhin für ein Projekt im Stadtteil Kaalheide ein, in dem Sport, Pflege und Wohnen zusammenkommen. Mit diesem Projekt arbeiten wir an einem modernen Lebensumfeld, das den Stadtteil Kaalheide und die verschiedenen Vereine miteinander verbindet und Sportvereinen sowie dem Profifußballverein Roda JC Räumlichkeiten bietet.

Das Parkstadtgesetz und sonstige Steuerungsinstrumente

Mit der Einführung des Parkstad-Gesetzes wollen wir durch die gezielte Steuerung des Zuzugs schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen die Lebensqualität in unseren Stadtvierteln verbessern und den sozialen Zusammenhalt stärken. Darüber hinaus werden wir im Rahmen des Parkstad-Gesetzes Gespräche mit Unternehmern und Wohnungsgenossenschaften führen, um sogenannte Wohn-Arbeits-Modelle ins Leben zu rufen. Neben dem Parkstad-Gesetz und der Fortsetzung der „Wohnungsoffensive“ prüft die Koalition auch weiterhin weitere Steuerungsinstrumente auf dem Wohnungsmarkt (beispielsweise einen Aufkaufschutz in bestimmten Stadtvierteln oder Straßen).

Netzüberlastung

Aufgrund der Überlastung unseres Stromnetzes ist die Verfügbarkeit von Energie nicht mehr selbstverständlich. Dies gibt Anlass zur Sorge hinsichtlich unserer Bauvorhaben. Bau- und Nachhaltigkeitsvorhaben könnten dadurch gebremst werden. Aus diesem Grund prüfen wir Alternativen, um unsere Ziele dennoch zu verwirklichen.

Politik in Bezug auf Wohnwagen

Es wird eine neue Politik für Wohnwagen geben, die der Wohnwagenkultur und den geltenden Rechtsvorschriften gerecht wird. 

Ziele
  1. Errichtung von 1.300–1.500 Wohnungen in verschiedenen Segmenten
  2. Mit einer ausgewogenen Mischung zu lebenswerten Stadtvierteln beitragen und dabei offen sein für innovative
    Wohnformen
  3. Ausarbeitung einer neuen Politik für Wohnwagen

Verkehr und Erreichbarkeit

Die Erreichbarkeit von Stadtvierteln, Wohngebieten und Gewerbegebieten mit dem Fahrrad, dem Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln ist von großer Bedeutung für Bildung, Beschäftigung, Tourismus und die Pflege sozialer Kontakte. Dies bleibt daher auch weiterhin ein zentrales Anliegen dieser Koalition.

Rekonstruktionen

In den vergangenen Jahren wurde intensiv an verschiedenen Sanierungsmaßnahmen gearbeitet. Dies werden wir in den kommenden Jahren fortsetzen. Die kommunale Infrastruktur wird daher kontinuierlich überwacht, und eventuelle Engpässe werden behoben. Bei den Straßensanierungen wird nicht nur auf eine angemessene, funktionale und bewegungsfreundliche Gestaltung geachtet, sondern auch auf eine verkehrssichere Ausgestaltung mit Platz für Grünflächen. Im Umfeld von Schulen legen wir besonderen Wert auf die Verkehrssicherheit.

Pilot GOW30

Anhand von Pilotprojekten prüfen wir, ob die Höchstgeschwindigkeit auf einigen Zufahrtsstraßen auf 30 km/h gesenkt werden kann. Mit diesen Pilotprojekten wollen wir untersuchen, ob dies zu unserer Stadt passt, ob die Verkehrsteilnehmer ihr Fahrverhalten anpassen und ob die Geschwindigkeitsbegrenzungen von den Verkehrsteilnehmern eingehalten werden.

Parken

Parkmöglichkeiten sind ein wesentlicher Bestandteil der Erreichbarkeit unserer Stadt. Eine gute Parkraumpolitik sorgt dafür, dass Orte und Einrichtungen weiterhin zugänglich bleiben, ohne die Lebensqualität zu beeinträchtigen. Wir werden die vorhandenen Parkmöglichkeiten weiterhin beobachten und, wo möglich, optimieren und miteinander vernetzen. Die erste Stunde kostenloses Parken bleibt bestehen.

Innovationen

Technologische Innovationen und das sich wandelnde Verhalten der Einwohner und Besucher beeinflussen die Art und Weise, wie sie sich fortbewegen. Wir stehen solchen Innovationen offen gegenüber und betrachten sie als wertvolle Ergänzung zu den bestehenden traditionellen Verkehrsmitteln.

Ziele
  1. Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur
  2. Verkehrssichere Gestaltung von Straßen und öffentlichen Räumen

Kinder und Jugendliche

Die Jugend ist die Zukunft unserer Stadt. In der kommenden Legislaturperiode arbeiten wir am „Ambitionsplan ‚Beleef Kerkrade‘“, in dem der Fokus auf Kinder und Jugendliche weiter verstärkt wird. Wir entscheiden uns für eine strukturelle Investition, indem wir im künftigen Konzertsaal „Flexiforum Live“ sinnvolle Musik- und Kulturveranstaltungen organisieren. Jugendliche werden dabei aktiv einbezogen: Wir treten direkt mit ihnen in Dialog, um ihre Bedürfnisse genau zu erfassen. 

Jugendbeteiligung

Wir halten es für äußerst wichtig, dass sich die Jugend Gehör verschaffen kann. Der Kinderrat Kerkrade gibt Grundschülern eine Stimme in der Politik, wodurch sie sich mit unserer Demokratie vertraut machen können. Auch der Jugendbeirat Kerkrade (JARK), Jugendzentren sowie Jugend- und Jugendbetreuer spielen eine wichtige Rolle bei der Einbindung und Mobilisierung von Jugendlichen.

Jugendhilfe

Die überarbeitete Vorgehensweise wird in der kommenden Amtsperiode fortgeführt, wobei der Fokus stärker auf die Bedürfnisse der Kinder und Eltern/Erziehungsberechtigten gelegt wird. Neben inhaltlichen Vorteilen stellen wir fest, dass diese Vorgehensweise auch dazu beiträgt, dass wir die Struktur der Fördermaßnahmen besser im Griff haben. Wir warten derzeit auf die Entscheidungen der Bundesregierung, ob im Bereich der Jugendhilfe eine Eigenbeteiligung für Eltern eingeführt wird oder nicht. Mit Blick auf das „Ravijn-Jahr“ 2028 und darüber hinaus wird eine solche Entwicklung in Verbindung mit Indexierungen ausschlaggebend für die Finanzierbarkeit der Jugendhilfe auf lokaler Ebene sein. Sollte die Bundesregierung diesbezüglich entsprechende Möglichkeiten schaffen, wird vor diesem Hintergrund die Einführung eines Eigenbeitrags in Betracht gezogen. 

Einsamkeit unter Jugendlichen

Besonderes Augenmerk wird auf die zunehmende Einsamkeit unter Jugendlichen gelegt. Die Früherkennung
und die Prävention von Einsamkeit sind dabei von entscheidender Bedeutung. Unsere Vision ist klar: Kein Kind darf zwischen
den Stühlen sitzen bleiben.

Ziele
  1. Mehr Aktivitäten für Kinder und Jugendliche (u. a. Flexiforum Live).
  2. Aktive Bekämpfung der Einsamkeit bei Jugendlichen.
  3. Das Ziel ist es, dass kein einziges Kind außen vor bleibt.

Bildung

Die Jugend ist die Zukunft. Das Bildungswesen spielt eine wichtige Rolle dabei, junge Menschen
auf ihrem Weg zu einem selbstbewussten Erwachsenenleben zu begleiten. Darüber hinaus ist die Schule ein zentraler Treffpunkt in
der Nachbarschaft. Während der gesellschaftlichen Erkundung wurde dies treffend mit dem Sprichwort ausgedrückt: „It
takes a village to raise a child“.

Die Regierung strebt bis 2035 ein vollständig inklusives Bildungssystem an. Das bedeutet, dass alle
Schüler, mit und ohne Behinderungen, gemeinsam in ihrem eigenen Stadtteil unterrichtet werden. Eine gute Bildung
erfordert dabei geeignete Schulgebäude. Die Koalition setzt daher auf starke Einrichtungen
in unmittelbarer Nähe der Stadtteile und unterstützt weiterhin Initiativen wie „Die gesunde Grundschule der Zukunft“.

Stärkung der Sekundarstufe

Ein gutes Bildungsniveau unserer Kinder sorgt dafür, dass sie Chancen erhalten. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, eine vollwertige Sekundarstufe („Das Martin-Buber- und Berufsgymnasium Holz“) weiterhin zu unterstützen. Zudem sollen sinnvolle Verbindungen zwischen Grundschule und Sekundarstufe geprüft werden, um Anpassungsprobleme beim Übergang zu vermeiden.

Stärkung der Grundkompetenzen

In den Niederlanden gibt es etwa 2,5 bis 3 Millionen Menschen ab 16 Jahren, die nicht ausreichend lesen, schreiben und/oder rechnen können. Auch in unserer Stadt ist die Analphabetismusrate deutlich spürbar; 23 % unserer Einwohner haben Schwierigkeiten mit diesen Grundfertigkeiten. Mit Hilfe eines ganzheitlichen Ansatzes in Zusammenarbeit mit externen Partnern wird dieses Problem angegangen.

Die Rolle von Sport und Kultur

Bewegung fördert die Entwicklung einer guten Motorik, während der Kulturunterricht künstlerische
Fähigkeiten wecken kann. Wir werden daher den Bewegungs- und Kulturunterricht weiterhin
fördern.

Ziele
  1. Sicherung und Stärkung der Grund- und Sekundarschulbildung
  2. Verbesserung der Grundfertigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen
  3. Bewegung und Kultur miteinander verbinden

Bewegung und Sport

Ein aktiver Lebensstil bildet die Grundlage für eine gesunde und vitale Gesellschaft, wobei die Gemeinde ihre Rolle wahrnimmt, Sport und Bewegung für jeden Einwohner – ob jung oder alt – zugänglich, attraktiv und in der Nähe des Wohnortes zu ermöglichen. Wir unterstützen weiterhin die Grundsätze von „Vie – Leben in Bewegung“.

Jedes Kind macht mit

Regelmäßige Bewegung fördert die körperliche Entwicklung, die Motorik sowie die körperliche und geistige Fitness von Kindern. Die Gemeinde wird daher die sportliche Betätigung von Kindern besonders fördern. Zu diesem Zweck wird pro Kind (im Alter von 5 bis 16 Jahren) ein Betrag von 100,00 € pro Jahr für Sport, Kultur und Musik bereitgestellt. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass dies die Lebensfähigkeit unserer Vereine stärkt. 

Bewegung im öffentlichen Raum

Die Koalition möchte Bewegung nicht nur durch finanzielle Anreize fördern, sondern auch dadurch, dass Sport und Bewegung zu den Bewohnern des Stadtteils gebracht werden. Deshalb wird der Schwerpunkt auf Bewegung im öffentlichen Raum für Jung und Alt gelegt.

Ziele
  1. Die Förderung eines gesunden (psychischen und körperlichen) Lebensstils
  2. Bereitstellung von 100 € pro Kind und Jahr für Sport, Kultur und Bewegung
  3. Gestaltung bewegungsfreundlicher öffentlicher Räume

Spielplätze und Spielplätze

Wir legen Wert darauf, dass sich Kinder in einer sicheren und angenehmen Spielumgebung entfalten, Spaß haben und andere Kinder kennenlernen können. Spielplätze und Spielbereiche spielen dabei eine wichtige Rolle.

Qualität in jedem Stadtteil

Zu einem lebenswerten Stadtteil gehören auch hochwertige Spielplätze. Deshalb wollen wir auch weiterhin dafür sorgen, dass es in allen unseren Stadtteilen genügend hochwertige öffentliche Spielplätze gibt.

Jedes Kind macht mit

Jedes Kind soll sich in unserer Stadt gesehen und willkommen fühlen. Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass auch Kinder mit einer Behinderung teilhaben können. Wir bemühen uns daher, möglichst viele Spielplätze mit inklusiven Spielgeräten auszustatten, damit Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam spielen können.

Ziele
  1. Wir sind bestrebt, so viele Spielplätze wie möglich mit inklusiven Spielgeräten auszustatten. 
  2. Wir sorgen für qualitativ hochwertige öffentliche Spielplätze im Stadtteil

Ältere Menschen

In Kerkrade machen alle mit. Dieser Grundsatz gilt uneingeschränkt und ganz sicher auch für die älteren Generationen, auf denen unser heutiger Wohlstand beruht. Die weitere Teilhabe wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus, wodurch ältere Menschen länger selbstständig wohnen bleiben können und der Druck auf das Gesundheitswesen weniger schnell steigt. 

Integrierte Politik für ältere Menschen

Eine ganzheitliche Seniorenpolitik bildet hierfür unser Instrumentarium. Das bedeutet, dass wir ein möglichst langes selbstständiges Leben und die weitere Teilhabe an der Gesellschaft fördern werden. 

Einrichtungen in der eigenen Nachbarschaft 

Angebote in allen Stadtteilen sind für unsere Senioren besonders wichtig. Wir werden diese daher auch weiterhin unterstützen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten bemühen wir uns auch um Angebote in den Abendstunden, denn gerade dann fühlen sich Senioren einsam.

Pflegende Angehörige 

Pflegende Angehörige sind eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft. Sie ermöglichen es schutzbedürftigen Mitbürgern, länger in ihrer vertrauten Umgebung zu leben. Das Engagement dieser Pflegekräfte ist von unschätzbarem Wert für die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt in unseren Stadtvierteln. Die Koalition würdigt die schwere Aufgabe, die informelle Pflegekräfte auf sich nehmen, und sieht es als ihre Pflicht an, sie nicht nur zu würdigen, sondern auch konkret zu unterstützen, um eine Überlastung zu vermeiden. Als Zeichen aufrichtiger Dankbarkeit und Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz werden wir daher weiterhin das jährliche „Mantelzorg-Compliment“ unterstützen.

Digitale Unterstützung 

Wir setzen uns weiterhin für eine bessere digitale Barrierefreiheit für ältere Menschen ein. Wir setzen auf digitale Dienstleistungen, wo dies möglich ist, und auf traditionelle Dienstleistungen (am Schalter), wo dies erforderlich ist. Außerdem helfen wir älteren Menschen, die Schwierigkeiten mit dem neuen digitalen Zeitalter haben. Die „Informationsstelle für digitale Verwaltung (IDO)“ im HuB ist ein hervorragendes Beispiel für diese gezielte Unterstützung.

Ziele
  1. Förderung eines längeren selbstständigen Wohnens und der Teilhabe am Leben im eigenen Stadtteil 
  2. Bekämpfung der Einsamkeit bei älteren Menschen 
  3. Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit für ältere Menschen.

Pflege

Eine gute und leicht zugängliche Gesundheitsversorgung, die auf frühzeitige Intervention und Prävention ausgerichtet ist, ist für das Wohlergehen unserer Einwohner von großer Bedeutung. Wir achten darauf, dass die Schwächsten nicht zu Leidtragenden werden. Bei der Umsetzung von Maßnahmen im sozialen Bereich berücksichtigen wir daher stets die menschliche Dimension.

Armut und Schulden

Geldsorgen drehen sich nie nur um Zahlen auf einem Bankkonto; sie beeinflussen Ihre Gesundheit, Ihre Familie und Ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. In Kerkrade lassen wir niemanden im Kampf gegen Armut und Verschuldung allein. Wir konzentrieren uns nicht nur auf die Bewältigung der finanziellen Notlage, sondern vor allem darauf, unseren Einwohnern wieder Ruhe und Widerstandsfähigkeit zu verschaffen. Die Armuts- und Schuldenpolitik mit einem klaren Schwerpunkt auf Kinderarmut wird daher fortgesetzt. Auch mit unseren Arbeitszentren werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, Kompetenzen und Selbstständigkeit zu fördern, um Einwohner, die mit Arbeitslosigkeit oder Schulden zu kämpfen haben, widerstandsfähiger zu machen. 

Personen, die medizinische Versorgung meiden

Ein barrierefreier Zugang zu Versorgungsketten ist wichtig. In diesem Zusammenhang wird den Einwohnern besondere Aufmerksamkeit gewidmet, die aus Scham oder aus finanziellen Gründen medizinische oder psychologische Hilfe meiden. Wir werden die bestehende Versorgungsinfrastruktur, auch im Hinblick auf diese Zielgruppen, weiterhin aufrechterhalten.

Menschliche Dimension und regionale Verteilung

Kerkrade leistet einen großen Beitrag zur Unterbringung von pflegebedürftigen Menschen und zur Bereitstellung überregionaler Einrichtungen; mit den Nachbargemeinden werden Gespräche über eine ausgewogenere Verteilung in der Region geführt. Dies dient unter anderem dazu, die Lebensqualität in unseren benachteiligten Stadtvierteln zu verbessern.

Ziele
  1. Verstärkung der Maßnahmen zur Armuts- und Schuldenbekämpfung mit Schwerpunkt auf Kinderarmut
  2. Stärkung der Selbstständigkeit und Teilhabe
  3. Schaffung einer ausgewogenen Verteilung von Pflegeeinrichtungen (Wohnraum)

Gesundheitswesen

Um den spezifischen gesundheitlichen Herausforderungen und demografischen Entwicklungen unserer Stadt zu begegnen, setzen wir auf einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Prävention, der Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung und ein gesunder Lebensstil von klein auf die Grundlage für eine widerstandsfähige Gesellschaft bilden.

Sensibilisierung und Prävention

Unser Engagement zielt darauf ab, in jedem Stadtteil gesunde Lebensentscheidungen zu ermöglichen. Durch gezielte Prävention und Aufklärung legen wir den Grundstein für ein stärkeres Gesundheitsbewusstsein bei unseren Einwohnern. Gerade weil unsere Region von einer alternden Bevölkerung und komplexen Gesundheitsproblemen geprägt ist, sehen wir dem Abbau der Gesundheitsversorgung nicht tatenlos zu. 

Wir setzen uns daher weiterhin unermüdlich für den Erhalt eines vollwertigen Krankenhauses für die Region Parkstad ein.

Seelisches Gleichgewicht und Lebensumfeld

Gesundheit geht über die körperliche Gesundheit hinaus; es geht darum, dass sich die Einwohner im wörtlichen und übertragenen Sinne wohlfühlen. Deshalb ist die psychische Gesundheit ein ausdrücklicher Schwerpunkt unserer Politik.

Ziele
  1. Stärkung der körperlichen und geistigen Gesundheit bei Jugendlichen und älteren Menschen.

Verbände

Unser blühendes Vereinsleben bildet das soziale Fundament unserer Stadt. Hier kommen Begegnung, Talentförderung und gesellschaftliches Engagement zusammen und stärken den Zusammenhalt in unseren Stadtvierteln.

Starke Vereine durch Zusammenarbeit

Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Vereine zu fördern und zu unterstützen, damit sie auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen können. Um einer Zersplitterung und einem Mitgliederschwund entgegenzuwirken, fördern wir die aktive Zusammenarbeit zwischen den Vereinen untereinander sowie mit den umliegenden Stadtvierteln. 

Auch wenn die Initiative für eine grundlegende Zusammenarbeit und Vernetzung in erster Linie bei den Vereinen selbst liegt, tritt die Gemeinde auf Anfrage als Partner auf, um diese Prozesse zu unterstützen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Zukunftssicheres Wohnen

Ein lebendiges Vereinsleben erfordert eine geeignete räumliche Basis. Deshalb entwickeln wir eine ganzheitliche und zukunftsfähige Raumkonzeptpolitik, die auf unsere Stadtteile zugeschnitten ist. Diese Politik bietet einen klaren Rahmen für fundierte Entscheidungen in Bezug auf die Raumnutzung, wobei wir eine effiziente Nutzung der Einrichtungen anstreben, die den heutigen Anforderungen gerecht wird.

Die unverzichtbare Kraft der Freiwilligen

Das uneigennützige Engagement der Freiwilligen ist der Motor, der unsere Vereine am Laufen hält. Ohne ihre Leidenschaft und ihre Zeit würden Sport, Kultur und Soziales zum Erliegen kommen. Die Koalition schätzt und würdigt dieses Engagement und unterstützt es, wo immer dies möglich ist.

Ziele
  1. Förderung der Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Stadtteilen
  2. Entwicklung einer zukunftsfähigen Unterbringungspolitik
  3. Freiwillige wertschätzen

Kultur

Kultur ist für uns kein Luxus, sondern ein verbindendes Element, das den sozialen Zusammenhalt und das Wohlbefinden in den Stadtvierteln unmittelbar stärkt. Der HuB bleibt dabei der zentrale Treffpunkt im Herzen unserer Stadt, wobei die Stadtverwaltung weiterhin ihre treibende Rolle wahrnimmt. Um darüber hinaus die wirtschaftlichen Auswirkungen der Kultur zu steigern, setzen wir auf die Rodahal als festen Veranstaltungsort für Groß veranstaltungen. 

Die Verfügbarkeit größerer (kommunaler) Räumlichkeiten für Vereine aus Kerkrade mit begrenztem Budget wird im Fokus stehen. Zu diesem Zweck wird unter anderem eine Übersicht bzw. ein Katalog der verfügbaren Räumlichkeiten (nach Größe und Erreichbarkeit) für (kulturelle) Veranstaltungen und Aktivitäten erstellt.

Dialekt und die Bergwerke

Der Kerkrade-Dialekt und unsere Bergbauvergangenheit bilden den Kern unserer Identität. Wir fördern aktiv den Gebrauch des Regionaldialekts und streben den „Teil-III“-Status an, um den rechtlichen Schutz unseres Dialekts zu gewährleisten. Parallel dazu pflegen wir unsere Bergbaugeschichte als Fundament unserer „DNA“. Diese Geschichten am Leben zu erhalten, ist unerlässlich, um die Geschichte von Kerkrade an zukünftige Generationen weiterzugeben und das historische Bewusstsein in unseren Stadtvierteln zu verankern.

Ziele
  1. Stärkung und Ausbau des kulturellen Angebots, unter anderem für Jugendliche.
  2. Erhaltung und Förderung des Kerkraader Dialekts.

Wirtschaft und Beschäftigung

Eine starke Wirtschaft ist für die Lebensqualität in unserer Stadt und die Bezahlbarkeit unserer öffentlichen Einrichtungen von entscheidender Bedeutung. Deshalb unterstützen wir weiterhin Unternehmer im Stadtzentrum und in den Stadtvierteln und setzen die erfolgreiche Zusammenarbeit in den Gewerbegebieten fort. Im Mittelpunkt steht dabei, dass wir als Gemeinde mitdenken und als Partner mit unseren Unternehmen zusammenarbeiten. 

Förderung des Unternehmertums

Um die Vitalität der Stadtteilcluster und des Stadtzentrums zu sichern, wird die „Förderregelung für Stadtteil-Einkaufsviertel und das Stadtzentrum“ fortgesetzt. Darüber hinaus investieren wir weiterhin aktiv in ein professionelles Stadtzentrumsmanagement und die Positionierung unserer Stadt im Rahmen von „Beleef Kerkrade“. 

Ein attraktives Unternehmensklima entsteht nämlich durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen regionaler Profilierung und lokaler Unterstützung. Darüber hinaus werden wir die Stärke unserer florierenden Gewerbegebiete weiter ausbauen und die gute Zusammenarbeit fortsetzen. Außerdem legen wir besonderen Wert auf die Begrünung von Gewerbegebieten, darunter auch den Roda-Boulevard. 

Medlands und das Einstein-Teleskop

Im Rahmen einer breit angelegten regionalen Zusammenarbeit positionieren wir unsere Region unter dem Namen „Medlands-Parkstad“ als führendes Zentrum für den Sektor der hochwertigen Medizintechnik. Dieser Sektor, der derzeit bereits rund 6.000 Menschen Arbeit bietet, wird voraussichtlich auf 9.000 Arbeitsplätze anwachsen. Wir begrüßen diese Zusammenarbeit sehr, ebenso wie die mögliche Ansiedlung des „Einstein-Teleskops“ in der Euregio. Dieses unterirdische Observatorium für Gravitationswellen bedeutet einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Ansiedlung führt potenziell zu 1.000 bis 2.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen für Arbeitnehmer, die in der Region wohnen, ihr Geld hier ausgeben und unsere Schulen und Einrichtungen nutzen. Die Gewinnung und Bindung dieser qualifizierten Mitarbeiter ist entscheidend für unser Wachstum. Darauf müssen wir daher aus verschiedenen Bereichen unserer Stadt heraus reagieren.

Verwaltung des Zentrums

Das Stadtzentrum ist das Aushängeschild von Kerkrade. In den letzten Jahren wurde erheblich in die Qualität des Zentrums unserer Stadt investiert. Die weitere Entwicklung des Zentrums bleibt ein wichtiger Schwerpunkt. Denn die Zeit steht nicht still. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort wollen wir ein lebendiges und sozioökonomisch starkes Zentrum mit attraktiven Angeboten für Einwohner, Besucher und Unternehmer schaffen. Einen Ort, an dem Jung und Alt in einer sicheren und qualitativ ansprechenden Umgebung wohnen, einkaufen, sich treffen und verweilen können.  Der Aktionsplan „Kerkrade Centrum“ spielt dabei eine zentrale Rolle. Wir setzen dabei auf ein umfassendes, kompaktes und komfortables Stadtzentrum. Die Zufahrtsstraßen zum Stadtzentrum und die weitere Begrünung werden in diese Weiterentwicklung einbezogen. Wo nötig, wird die Beschilderung zum Stadtzentrum stärker in das Straßenbild integriert.

Für das Stadtzentrum (Einkaufsviertel und Markt) möchten wir ein generelles Fahrradfahrverbot einführen. Dieses Fahrradfahrverbot geht mit eindeutiger Beschilderung, klaren Regeln und einer verständlichen Kommunikation einher. 

Arbeitsmarkt und gesellschaftliche Teilhabe

Wir legen großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, um Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt optimal aufeinander abzustimmen. Dabei fördern wir die Abstimmung zwischen dem Bildungswesen und den Bedürfnissen der Unternehmen, wobei wir besonderes Augenmerk auf optimale Erreichbarkeit, Praktikumsplätze und Arbeitssuchende aller Altersgruppen legen. 

Unser Grundsatz lautet, dass jeder entsprechend seinen Fähigkeiten die Möglichkeit haben soll, sich einzubringen. Diese aktive Einbindung setzen wir konkret durch das „Entwicklungszentrum“ im Flexiforum und die Zusammenarbeit mit der MeanderGroep im Elisabeth-Stift um. Hier helfen wir Menschen mit einer Distanz zum Arbeitsmarkt dabei, direkt eine Arbeit zu finden.

Außerdem legen wir einen klaren grenzüberschreitenden Schwerpunkt. Vom Eurode Business Center aus fördern wir die grenzüberschreitende Beschäftigung. 

Ziele
  1. Zusammenarbeit in Medlands-Parkstad und rund um das Einstein-Teleskop
  2. Ein lebendiges Stadtzentrum mit u. a. Wohnraum, Kultur, Geschäften und veranstaltungen
  3. Verbesserung der Anbindung von Bildung und Arbeitsmarkt
  4. Schaffung eines attraktiven unternehmerischen Umfelds
  5. Ein inklusiver Arbeitsmarkt für alle
  6. Vernetzung von Unternehmen und Bildungseinrichtungen, um Praktika im sozialen Bereich zu ermöglichen.

Tourismus und Freizeit

Der Tourismus ist ein entscheidender Pfeiler für die wirtschaftliche Dynamik und das Image unserer Stadt. Indem wir unsere einzigartigen Sehenswürdigkeiten wirkungsvoll in Szene setzen und die Verbindung zu unserer Stadt stärken, machen wir unsere Gemeinde zu einem Reiseziel, das Besucher nicht nur gerne besuchen, sondern in dem sie auch länger verweilen.

Die Stärke unserer Attraktionen

Kerkrade verfügt über große touristische Anziehungspunkte, die wir weiterhin mit Stolz pflegen. Einrichtungen wie beispielsweise der GaiaZoo, das Discovery Museum, der LeisureDome, der Botanische Garten und Schacht Nulland bilden das Fundament unseres Angebots. Insbesondere konzentrieren wir uns auch auf die weitere touristische Entwicklung der historischen Abtei Rolduc. Um die wirtschaftlichen „Spin-offs“ für lokale Unternehmer zu maximieren, fördern wir weiterhin aktive Verbindungen zwischen diesen Attraktionen untereinander und mit dem Stadtzentrum. Auch der Parkstad-Radweg spielt dabei weiterhin eine wichtige Rolle, um Freizeitbesucher auf attraktive Weise durch unsere Umgebung zu führen.

Neben diesen Sehenswürdigkeiten verfügt Kerkrade auch über wunderschöne, weitläufige Naturgebiete, die sich für Freizeitaktivitäten im Freien eignen, wie beispielsweise die Naturschutzgebiete Anstelvallei und Wormdal.  

Regionale Werbung und Marketing

Wir werden Initiativen im Bereich Tourismus und Freizeit – soweit möglich im regionalen und euregionalen Kontext – weiterhin nachdrücklich fördern und unterstützen. Dabei nutzen wir „Beleef Kerkrade“ optimal. Indem wir diese Kräfte bündeln, positionieren wir Kerkrade stärker als vielseitiges Reiseziel für ein breites Publikum.

Vom Tagesausflug zur Erholungsreise

Neben dem traditionellen Tagestourismus gewinnt der Urlaub mit Übernachtung für unsere Stadt zunehmend an Bedeutung. Wir verfolgen diese positive Entwicklung aufmerksam und legen daher besonderen Wert auf den Ausbau der Übernachtungsmöglichkeiten. In enger Abstimmung mit unseren Partnern aus der Tourismusbranche setzen wir auf Kombi-Angebote, mit denen wir Besucher dazu animieren möchten, länger in unserer Stadt zu verweilen und die vielfältigen Facetten von Kerkrade zu entdecken.

Ziele
  1. Weiterentwicklung der Stadt im Bereich Tourismus
  2. Stärkung der Verbindung zwischen den touristischen Attraktionen untereinander und dem Stadtzentrum
  3. Ausbau der Übernachtungsmöglichkeiten in Kerkrade

Nachhaltigkeit und Klima

Die Gestaltung eines lebenswerten Stadtviertels erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem wir uns gegen die Folgen des Klimawandels wappnen und gleichzeitig eine unabhängige und bezahlbare Energieversorgung aufbauen. Indem wir technische Innovationen mit lokalem Engagement und Bezahlbarkeit verbinden, arbeiten wir an einem zukunftsfähigen Kerkrade.

Klimaanpassung und Wasserwirtschaft

Wir sind mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert. Extreme Wetterereignisse wie Starkregen, Dürre und heiße Sommer treten immer häufiger auf, ebenso wie die dadurch verursachten Beeinträchtigungen und Schäden. An diesen Klimawandel müssen wir uns anpassen. Das ändert jedoch nichts daran, dass wir die Folgen wie Überschwemmungen, Austrocknung und Hitzestress im städtischen Umfeld in den Griff bekommen wollen. Auch in der kommenden Legislaturperiode werden wir daher weiterhin Maßnahmen ergreifen, die Beeinträchtigungen verhindern oder mindern.

Energiewende und Bezahlbarkeit

Die weltweiten Entwicklungen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen machen die Energiewende unausweichlich. Unser Ziel ist es dabei, einen ausgewogenen Mix aus Energiequellen zu erreichen. Windenergie ist eine dieser Energiequellen. Dabei halten wir weiterhin an dem Grundsatz fest, dass Windkraftanlagen nur dann errichtet werden, wenn 95 % bis 100 % der direkt Anwohner damit einverstanden sind. Darüber hinaus unterstützen wir Initiativen wie Stadtteil- oder Nachbarschaftsbatterien nachdrücklich und werden weiterhin die Möglichkeiten zur Nutzung grenzüberschreitender Energiequellen prüfen.

Neben den technischen Möglichkeiten und den Umsetzungsfristen spielt auch die Erschwinglichkeit neuer Energiequellen für die Einwohner eine wichtige Rolle. Die Koalition strebt zuverlässige und erschwingliche Energielösungen für ihre Einwohner an und wird diese, sofern solche nicht zur Verfügung stehen, nicht aktiv dazu ermutigen, auf Erdgas als Energiequelle zu verzichten. Um die Energiekosten der Einwohner zu senken und sie auf die Zukunft vorzubereiten, werden wir die Bürger weiterhin dazu ermutigen, Nachhaltigkeitsmaßnahmen wie beispielsweise die Wärmedämmung von Wohngebäuden zu ergreifen.

Nachhaltiges Lebensumfeld und Kreislaufwirtschaft

Die Qualität unserer Stadtteile wird durch ein gesundes Gleichgewicht zwischen Bebauung und Natur bestimmt, wobei wir gemeinsam mit Anwohnern und Unternehmen an einer klimaresistenten Umgebung arbeiten, die zu nachhaltigem Wohnen und Arbeiten einlädt. Im Außenbereich wird daher die Begrünung von Gewerbegebieten intensiviert, und die Einwohner werden dazu ermutigt, sich an der Begrünung ihrer eigenen Umgebung zu beteiligen – wofür das sogenannte „Fliesenkippen“ ein treffendes Beispiel ist. Schließlich konzentrieren wir uns auf eine Kreislaufwirtschaft; in diesem Zusammenhang wollen wir den Abfall so weit wie möglich reduzieren.

Ziele
  1. Bewältigung von Klimabelastungen: Wasser, Dürre und Hitze
  2. Schaffung eines bezahlbaren und vielfältigen Energiemixes (bei dem auch vorübergehend Platz für
    Erdgas ist)

Migration und Asyl

Die Herausforderung im Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüchtlingen erfordert eine sorgfältige Abwägung zwischen menschlicher Solidarität und den physischen und sozialen Grenzen unserer Stadtteile. Um die Lebensqualität und das soziale Gleichgewicht in Kerkrade zu gewährleisten, ist eine straffe Steuerung erforderlich, bei der die lokale Belastbarkeit ausschlaggebend dafür ist, inwieweit zusätzliche Belastungen für unsere Einrichtungen aufgefangen werden können.

Auf der Grundlage regionaler Vereinbarungen leistet Kerkrade bereits seit Jahren einen großen Beitrag zur Bewältigung der regionalen Aufgabe im Zusammenhang mit der Aufnahme von Vertriebenen. Dieser Beitrag besteht darin, rund 550 Unterbringungsplätze für Ukrainer bereitzustellen. Dies stellt hohe Anforderungen an die kommunale Verwaltung und belastet unsere Bereiche Wohnen, Gesundheitsversorgung, Bildung und Soziales zusätzlich. Durch diesen Beitrag kommt Kerkrade im Einklang mit den regionalen Vereinbarungen seiner Verantwortung in diesem Bereich nach. 

Veteranen und Uniformierte

Die Koalition hegt große Wertschätzung für unsere Veteranen und die Angehörigen der Streitkräfte. Sie haben oft unter schwierigen Bedingungen in Konfliktgebieten auf der ganzen Welt gedient. Obwohl sie vom Staat Anerkennung erhalten, ist ihr Bedürfnis nach mehr Verbundenheit mit der Gesellschaft deutlich spürbar. Deshalb werden wir prüfen, wie wir die Betreuung und Unterstützung für und gemeinsam mit dieser Gruppe auf angemessene und sinnvolle Weise weiter stärken können.

Ziele
  1. Prüfen, wie die Pflege gestaltet werden kann

Organisation, Zusammenarbeit und Finanzen

Um unsere Ziele zu verwirklichen, baut Kerkrade auf einem Fundament aus einer starken Verwaltung und einer engen Zusammenarbeit mit unseren Partnern, einer modernen Unternehmensführung und einer soliden Finanzpolitik auf. Durch die Bündelung regionaler Kräfte in Verbindung mit einer klaren Zukunftsvision sichern wir die Eigenständigkeit und die Handlungsfähigkeit unserer Stadt.

Verwaltungskompetenz und regionale Zusammenarbeit

Unsere Stadt verfügt über genügend Führungsstärke und Tatkraft, um die vor uns liegenden Herausforderungen anzugehen und zu bewältigen. Wir sind daher stolz auf unsere bewährte Eigenständigkeit. 

Unsere gesellschaftlichen Herausforderungen sind in manchen Bereichen zu groß, um sie allein auf kommunaler Ebene anzugehen. Durch die inhaltliche Zusammenarbeit auf regionaler Ebene erzielen wir eine größere Wirkung und können unseren Bürgern effektiver helfen. Die Stadtregion Parkstad Limburg und die Provinz Limburg sind für uns wichtige Partner. Wir scheuen uns nicht vor einer weiteren regionalen und/oder euregionalen Zusammenarbeit. Die Landesgrenze wird dabei aus arbeitsmarktpolitischer Sicht als Chance betrachtet.

Ein klarer Kurs und bereichsübergreifendes Arbeiten

In der kommenden Zeit wird der Schwerpunkt auf einer weiteren Optimierung der kommunalen Verwaltung liegen. Bei all den Bemühungen, unsere Stadt zu verbessern, Chancen für die Einwohner zu schaffen und die lokale Wirtschaft zu stärken, kommt es manchmal vor, dass die Maßnahmen zu sehr verstreut sind und es an einem übergreifenden, verbindenden Kurs mangelt, der Entscheidungen zusammenführt und die Richtung vorgibt. Um diesen Kurs einschlagen zu können, möchten wir eine klare Botschaft darüber vermitteln, wofür Kerkrade steht und wohin es gehen will. Im Mittelpunkt steht dabei das Glück unserer Einwohner. Mit diesem Glück vor Augen legen wir eine kohärente Zielagenda vor. Wir sind uns dabei bewusst, dass Glück nicht für jeden dasselbe ist und nicht jeder glücklich sein kann. Was wir jedoch tun können, ist, bei allem, was wir unternehmen, bewusst zum Wohlbefinden unserer Einwohner beizutragen. Zielgerichtetes Handeln sowie bereichs- und organisationsübergreifende Organisation sind die beiden weiteren Elemente dieses Ansatzes. Entsprechende Pläne werden derzeit weiterentwickelt.

Innovation und Digitalisierung

Robotisierung und künstliche Intelligenz halten zunehmend Einzug in die Kommunalverwaltung. Arbeitsabläufe, Kundenkontakte und unsere Dienstleistungen lassen sich mithilfe künstlicher Intelligenz effizienter gestalten und durchführen. Wir werden diese Entwicklungen genau verfolgen und sie, soweit möglich und vertretbar, in unsere Betriebsabläufe integrieren.

Unsere Einwohner müssen sich darauf verlassen können, dass ihre personenbezogenen Daten sicher sind und dass die kommunalen Systeme sicher eingerichtet sind. In den kommenden Jahren müssen wir in Innovation, Experimente und den verantwortungsvollen Einsatz von KI investieren, wobei den Aspekten Datenschutz, Informationssicherheit, Ethik und Transparenz der Algorithmen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. 

Solide Finanzpolitik und Zukunftsfähigkeit

Wir streben einen ausgeglichenen Haushalt an und arbeiten mit einem transparenten Haushaltsplan, der klare finanzielle Rahmenbedingungen vorgibt. Genau wie in der vergangenen Legislaturperiode werden die in dieser Grundsatzvereinbarung dargelegte Vision und die Ziele für die kommende Legislaturperiode im Rahmen dieser finanziellen Vorgaben umgesetzt.

Ab dem „Schwierigkeitsjahr“ 2028 wird Kerkrade, genau wie andere Gemeinden, mit geringeren Einnahmen aus dem Gemeindefonds, auslaufenden staatlichen Zuschüssen und steigenden Kosten im Sozialbereich konfrontiert sein. Die Aufrechterhaltung eines ausgeglichenen Haushalts bleibt daher ein wichtiger Schwerpunkt. Angesichts der Ungewissheit und der schwankenden Finanzpolitik auf nationaler Ebene ist es unser Grundsatz, keine übereilten, unumkehrbaren Entscheidungen zu treffen.

Ziele

  1. Kerkrade bleibt eigenständig
  2. Stärkung der regionalen Zusammenarbeit
  3. Die Grenzregion als Chance nutzen
  4. Entwicklung einer verbindenden Erzählung „Die glückliche Stadt“ mit einer bereichs- und organisationsübergreifenden Agenda für Ziele im Bereich „
  5. Eine moderne und effiziente Organisation sowie der verantwortungsvolle Einsatz von Innovation und KI
  6. Solide Finanzwirtschaft

Schlusswort

Diese Grundsatzvereinbarung bildet die Grundlage für die Ausarbeitung des Regierungsprogramms 2026–2030. Sie ist eine Einladung an Einwohner, Unternehmer, Vereine und gesellschaftliche Partner, gemeinsam an einem starken, sozialen, zukunftsfähigen und glücklichen Kerkrade zu arbeiten. 

Gemeinsam gestalten wir eine Stadt, in der sich die Menschen zu Hause fühlen, Chancen erhalten und stolz und glücklich sind. Lasst uns gemeinsam das Herz von Kirchroa zum Leuchten bringen. 

So vereinbart im Rathaus von Kerkrade am 29. Mai 2026,

Bürgerinteressen Kerkrade: 

  • Alexander Geers 
  • Nicolle Heijltjes
  • Raoul Vinken
  • Lucie van de Meerakker

Unser Kerkrade: 

  • Noud Krasovec
  •  Johann Roland

Seniorenpartei Kerkrade:

  •  Jo Paas
  •  Léon Souren
     

Anhänge

Portfolioaufteilung und Abstimmung der Portfolios

Bei der Zusammensetzung des „ Kollegium “ (Ratsgremium) aus Bürgermeister und „ beigeordnete “ (Beigeordneten) wurde von 5,0 Vollzeitäquivalenten (FTE)
ausgegangen. Diese Beigeordnetenposten werden, aufgeteilt auf die drei Koalitionspartner, wie folgt von 5
beigeordnete besetzt:

Politische ParteiVollzeitäquivalent (VZÄ)-UmfangAnzahl
beigeordnete
Bürgerliche Freiheiten3,0 FTE3
Seniorenparty in Kerkrade1,0 FTE1
Unser Kerkrade1,0 FTE1

Die Portfolioaufteilung sieht wie folgt aus:

Bürgermeisterin Petra Dassen-Housen
  • Öffentliche Ordnung und Sicherheit
  • Katastrophenmanagement
  • Koordinierung der Durchsetzung
  • Eurode und internationale Angelegenheiten
  • AB/DB Parkstad Limburg
  • Öffentliche Angelegenheiten und Dienstleistungen
  • Computerisierung und Automatisierung
  • Politik in Bezug auf Wohnwagen
  • Kommunikation
Stadtrat Alexander Geers, zugleich erster stellvertretender Bürgermeister
  • Wohnungswesen und öffentlicher Wohnungsbau
  • Wirtschaft und Tourismus
  • Öffentlicher Raum
  • Immobilien (OBK)
  • Personal und Organisation
Stadträtin Nicolle Heijltjes, zugleich zweite stellvertretende Bürgermeisterin
  • Räumliche Planung
  • Marketing und veranstaltungen
  • Wochenmärkte und Messen
  • Spielplätze und Spielbereiche
  • Sport
  • Nachhaltigkeit
  • Angelegenheiten der Veteranen
  • Bezirksrätin Ost
Stadtrat Raoul Vinken, zugleich dritter stellvertretender Bürgermeister
  • Kultur
  • Mobilität
  • Entwicklung des Stadtteils
  • Verwaltung des Zentrums
  • Bildung
  • Mundart
  • Bezirksstadtrat Nord
Stadtrat Jo Paas, zugleich vierter stellvertretender Bürgermeister
  • Finanzen
  • WMO
  • Integrierte Politik für ältere Menschen
  • Abfall und Umwelt
  • Wohlfahrt
  • Bezirksrätin West
Stadtrat John Roland, zugleich fünfter stellvertretender Bürgermeister
  • Soziale Angelegenheiten und Beschäftigung
  • Euroregionaler Arbeitsmarkt
  • Soziale Betreuung
  • Öffentliche Gesundheit
  • Jugendhilfe

Stellvertretender Ratsvorsitzender, Ausschussvorsitzende und (Bürger-)Ausschussmitglieder

In den Gesprächen zur Koalitionsbildung wurde hinsichtlich des stellvertretenden Vorsitzenden des Rates,
, sowie der Ausschussvorsitzenden Folgendes vereinbart:

  • Stellvertretender Ratsvorsitzender: Leo Jongen
  • Vorsitzender des Ausschusses für Allgemeine Angelegenheiten und Finanzen (Ausschuss 1): Opposition
  • Vorsitzender des Ausschusses für Bürger und Gesellschaft (Ausschuss 2): Koalition
  • Vorsitzender des Ausschusses für Raumordnung und Wirtschaft (Ausschuss 3): Koalition

Für die Anzahl der Mitglieder der Bürgerkommission gilt die nachstehende Tabelle.

Sitze im RatAnzahl der Mitglieder der Bürgerkommission „
13
23
44
1414

Darüber hinaus wurden in Bezug auf die Ausschussmitglieder und die Bürgervertreter folgende
Vereinbarungen getroffen.

  • Die Ausschüsse des Gemeinderats setzen sich aus Ratsmitgliedern und Bürgervertretern zusammen.
  • Mitglieder der Bürgerkommission dürfen (nur) in einer Kommission mitwirken.
  • Ratsmitglieder dürfen (Mitglieder der Bürgerkommissionen bei eventueller Verhinderung/Abwesenheit in der
    die Ausschusssitzung vertreten.
  • Mitglieder der Bürgerkommission dürfen keine anderen Kommissionsmitglieder vertreten.
  • Im Falle einer Abspaltung einer Partei hat dies keine Änderung der mit
    getroffenen Vereinbarungen hinsichtlich der Anzahl der zu ernennenden/ernannten Mitglieder der Bürgerkommission zur Folge.
  • Im Falle einer Abspaltung einer Partei hat eine eventuell neu gebildete Fraktion keinen Anspruch auf
    Bürgerausschussmitglieder, wobei diese jedoch in drei Ausschüssen
    mitwirken können.

Das Sozialabkommen

Gemeinsam für ein glückliches Kerkrade
Gruppenfoto aller gesellschaftlichen Akteure, Organisationen und Vereine der Stadt Kerkrade, die das gesellschaftliche Abkommen unterzeichnet haben.