Von der frühzeitigen Erkennung bis zum entschlossenen Eingreifen: Kerkrade arbeitet an einer sicheren Stadt
In der ersten Hälfte des Jahres 2026 haben wir auf verschiedene Weise daran gearbeitet, eine sichere und lebenswerte Stadt zu schaffen. Wir legen immer mehr Wert darauf, Probleme zu vermeiden und unsichere Situationen frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig greifen wir bei Bedarf entschlossen ein.
Probleme früher erkennen
Ein wichtiger Bestandteil davon ist das Konzept „Soziale Sicherheit“. Im Rahmen dieses Konzepts arbeiten die Gemeinde, die Polizei, Wohnungsbaugesellschaften und Sozialverbände eng zusammen. Indem Probleme frühzeitig erkannt und gemeinsam angegangen werden, lassen sich Belästigungen und unsichere Situationen oft verhindern oder in einem frühen Stadium lösen.
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 wurden im Rahmen dieses Ansatzes 110 Fälle bearbeitet. Dabei handelte es sich unter anderem um Belästigungen im Wohnumfeld, verschmutzte Wohnungen und Gärten sowie Situationen, in denen Menschen verwirrtes Verhalten zeigten. Immer häufiger werden diese Situationen nicht erst nach einer Meldung entdeckt, sondern dadurch, dass Partner aus den Bereichen Pflege und Sicherheit aktiver in den Stadtvierteln präsent sind und dadurch näher an den Bewohnern sind. So können Probleme früher erkannt und angegangen werden.
Diese Vorgehensweise zeigt Wirkung. Die Zahl der drastischen Maßnahmen bei Belästigungen im Wohnumfeld nimmt ab. Durch den Ansatz „Sozial sicher“ werden Probleme früher erkannt und angegangen, und oft reicht bereits ein gutes Gespräch oder eine angemessene Begleitung aus, um zu verhindern, dass sich die Situation verschlimmert.
Diese frühzeitige Erkennung zeigt sich auch in der Arbeit des Interventionsteams. Das Team überprüfte 197 Wohn- und Geschäftsgebäude auf Anzeichen unter anderem für untergrabende Kriminalität, illegale Zimmervermietung und andere Missstände. Dabei wurden verschiedene Verstöße aufgedeckt. Außerdem stieß das Team auf Menschen, die unter schlechten Bedingungen lebten. Wo nötig, wurden Durchsetzungsmaßnahmen ergriffen und angemessene Betreuung oder Hilfe angeboten.
Entschlossenes Handeln, wo es nötig ist
Manchmal ist entschlossenes Durchgreifen erforderlich. In der ersten Hälfte des Jahres 2026 wurden zwölf Drogenhöhlen geschlossen. Zudem wurden verwaltungsrechtliche Maßnahmen ergriffen, wie beispielsweise Zwangsgelder für Straßendealer, Aufenthaltsverbote und Verwarnungen bei schwerwiegenden Belästigungen der Anwohner.
Gemeinsam für die Sicherheit arbeiten
Auch auf andere Weise wurde an einem sicheren Lebensumfeld gearbeitet. Seit dem 1. April erhält die Gemeinde neben der Polizei auch Meldungen über „Meld Misdaad Anoniem“. Dadurch können die Gemeinde und die Polizei gemeinsam prüfen, welche Stelle eine Meldung am besten bearbeiten kann. In den ersten drei Monaten gingen bereits über sechzig Meldungen ein.
Darüber hinaus nahmen kommunale Aufsichtsbeamte im Juni an einer praktischen Schulung in einem leerstehenden Geschäftsgebäude teil. Gemeinsam mit der Polizei und den Wohnungsbaugesellschaften übten sie, wie sie Kontrollen sicher durchführen und Anzeichen für kriminelle Aktivitäten erkennen können.
Auch die „ boa's “ waren in der Gemeinde sehr präsent. In der ersten Jahreshälfte verzeichneten sie 2.836 Einsätze. Dabei kann es sich um die Bearbeitung von Meldungen, ein Gespräch mit Einwohnern oder die Ausstellung eines Bußgeldbescheids handeln.
Die Zahlen zeigen, dass Kerkrade auf Prävention, Zusammenarbeit und Durchsetzung setzt. Indem wir Probleme frühzeitig erkennen und gegebenenfalls eingreifen, arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern an einer sicheren und lebenswerten Gemeinde für alle.
