„Handle with Care“ an weiterführenden Schulen in Parkstad
„Handle with Care“ – nach dem Erfolg an Grundschulen nun auch an weiterführenden Schulen in Parkstad
Jugendliche, die zu Hause aufgrund von häuslicher Gewalt oder Kindesmisshandlung eine einschneidende Situation erleben, erhalten ab dem neuen Schuljahr schneller Unterstützung in der Schule. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt an drei weiterführenden Schulen wird „Handle with Care“ auf alle 21 weiterführenden Schulen in ganz Parkstad ausgeweitet. Zu diesem Zweck unterzeichnet Heerlen gemeinsam mit den anderen Parkstad-Gemeinden, dem GGD Zuid-Limburg (Veilig Thuis) und den Bildungsorganisationen eine Kooperationsvereinbarung.
„Handle with Care“ gibt es bereits seit einigen Jahren an Grundschulen in Südlimburg. Der Ansatz hat sich dort bewährt. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt an drei weiterführenden Schulen in Parkstad wird das Konzept nun auf alle 21 weiterführenden Schulen in der Region ausgeweitet.
Schnellere Unterstützung
Jugendliche, die zu Hause mit häuslicher Gewalt oder Kindesmisshandlung konfrontiert sind, können ab dem Schuljahr 2026-2027 schneller auf Unterstützung in der Schule zählen. Alle Gemeinden in Parkstad, der GGD Zuid-Limburg (Veilig Thuis) und die Bildungsträger für die Sekundarstufe werden hierfür im Rahmen von „Handle with Care“ zusammenarbeiten. Sie unterzeichnen zu diesem Zweck eine Kooperationsvereinbarung.
„Handle with Care“ sorgt dafür, dass eine Schule benachrichtigt wird, wenn ein Schüler zu Hause eine einschneidende Situation erlebt hat, an der die Polizei beteiligt war. Die Schule erhält dabei nur die Informationen, die notwendig sind, um dem Schüler zusätzliche Aufmerksamkeit und Unterstützung zukommen zu lassen. Es werden keine Einzelheiten darüber weitergegeben, was zu Hause geschehen ist.
Ein Gefühl der Sicherheit in der Schule
Ein Kind, das zu Hause etwas Schwerwiegendes erlebt, nimmt diese Sorgen oft mit in die Schule. Dank „Handle with Care“ weiß ein Mentor oder Coach, dass ein Schüler besondere Aufmerksamkeit benötigt. Manchmal reicht schon ein offenes Ohr oder eine kleine Geste, um einem Schüler das Gefühl zu geben, dass er oder sie nicht allein ist. Durch unsere Zusammenarbeit sorgen wir dafür, dass junge Menschen schneller die Unterstützung erhalten, die sie brauchen.
Wie funktioniert „Handle with Care“?
Wenn die Polizei bei einer Meldung über häusliche Gewalt oder Kindesmisshandlung feststellt, dass ein Jugendlicher im Alter zwischen 12 und 17 Jahren beteiligt ist, wird dies an „Veilig Thuis“ gemeldet. „Veilig Thuis“ prüft, ob die Situation den Vorgaben von „Handle with Care“ entspricht. Ist dies der Fall, erhält das „Bureau Leren en Doorstromen Parkstad“ eine Meldung. Anschließend wird ausschließlich der betreffenden Schule mitgeteilt, dass der Schüler zusätzliche Unterstützung benötigt. Die Schule entscheidet dann, wie diese Unterstützung am besten geleistet werden kann, beispielsweise durch einen Mentor oder Coach.
Gemeinsam für ein sicheres Umfeld arbeiten
Im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit sorgen die Parkstad-Gemeinden, Schulen und „Veilig Thuis“ dafür, dass Jugendliche nach einem einschneidenden Ereignis nicht auf sich allein gestellt sind. Ein sicheres und vertrautes schulisches Umfeld kann dazu beitragen, Stress abzubauen und das Risiko langfristiger Probleme zu verringern. So erhalten Jugendliche schneller die Unterstützung, die sie benötigen, um sich wieder auf ihre Entwicklung konzentrieren zu können.
