Start des grenzüberschreitenden Projekts CROSS_HEAT

Das Logo von Interreg Cross_Heat in der Region Maas-Rhein

Ab August 2025 wird das neue grenzüberschreitende Interreg-Projekt CROSS_HEAT starten. Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen den niederländischen Gemeinden Kerkrade und Landgraaf und der deutschen Gemeinde Herzogenrath. Verschiedene Wissenseinrichtungen und regionale Partner nehmen ebenfalls daran teil.

Ziel von CROSS_HEAT ist die Nutzung von Restwärme aus Fabriken für eine nachhaltige Wärmeversorgung in der Euroregion Maas-Rhein. Restwärme ist Wärme, die sonst verloren gehen würde. 

Was geschieht bei diesem Projekt?

Das Projekt wird drei Jahre dauern (von August 2025 bis Juli 2028). In dieser Zeit werden die Partner untersuchen, ob ein grenzüberschreitendes Wärmenetz zwischen Herzogenrath, Kerkrade und Landgraaf möglich ist. Dabei untersuchen sie unter anderem Folgendes:

  • Wie Abwärme aus der Industrie in Haushalten und Gebäuden genutzt werden kann.
  • Bestandsaufnahme der geothermischen Ressourcen und der Wärmespeicherung in ehemaligen Bergbaustrukturen
  • Technische Pläne und Berechnungen für ein Wärmenetz.
  • Regeln und Vereinbarungen sind erforderlich, um dies ordnungsgemäß zu organisieren.
  • Wie das Projekt finanziert werden kann und wer in das Projekt investiert.

Anwohner, Unternehmer und andere Beteiligte werden aktiv einbezogen, z. B. durch Informationsabende, Nachbarschaftsgespräche und einen eigenen Infopunkt.

Warum ist CROSS_HEAT wichtig?

In der Euroregion entfällt etwa die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs auf das Heizen. Dennoch nutzen wir hier noch weniger erneuerbare Wärme als in vielen anderen europäischen Ländern. Mit CROSS_HEAT wollen die Partner dies verbessern. Das Projekt trägt dazu bei:

  • Nachhaltige Wärmeversorgung: Die Nutzung von Abwärme erhöht die regionale Nachhaltigkeit.
  • Kosteneffizienz und Energiesicherheit: weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und stabilere, niedrigere Wärmetarife.
  • Klima und Gesundheit: Weniger Kohlenstoffemissionen sorgen für sauberere Luft und ein gesünderes Lebensumfeld.
  • Wirtschaftswachstum: Eine innovative Wärmeinfrastruktur fördert die Beschäftigung und die Innovation von KMU. 

Wer wird teilnehmen?

Das Projekt wird von der Gemeinde Kerkrade geleitet. Weitere Partner sind: die Gemeinde Landgraaf, die Stadt Herzogenrath, die Städteregion Parkstad Limburg, die Städteregion Aachen, die Universität Maastricht, das ITEM-Institut, Fraunhofer IEG, NRW.ENERGY4CLIMATE, VITO NV und das Cluster TWEED.