Cross_HEAT: ein Wärmenetz für die Euregio Maas–Rhein

Cross_HEAT ist ein grenzüberschreitendes Forschungsprojekt, das untersucht, ob Restwärme von Unternehmen und Wärme aus dem Boden genutzt werden kann, um Häuser und Unternehmen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland nachhaltig zu beheizen. 

Warum untersuchen wir grenzüberschreitende Wärmenetze?

Die Beheizung von Wohnungen und Unternehmen mit Erdgas und Öl wird auf lange Zeitspanne teurer. Die Preise hängen von internationalen Märkten und Entwicklungen ab, auf die wir wenig Einfluss haben. Dies macht die Energieversorgung weniger sicher.

Deshalb suchen wir nach anderen Möglichkeiten, Gebäude zu beheizen, die Zeitspanne und kostengünstiger sind. In der Region steht Wärme zur Verfügung, beispielsweise Restwärme von Unternehmen und Erdwärme. Durch eine bessere Nutzung dieser Wärme können wir unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern.

Darüber hinaus ist es notwendig, weniger Erdgas zu verbrauchen. Deshalb arbeiten die Gemeinden an einer Energieversorgung ohne Erdgas. Im Projekt Cross_HEAT untersuchen wir, ob grenzüberschreitende Wärmenetze technisch, finanziell und organisatorisch realisierbar sind. So wird geprüft, ob diese Art der Beheizung eine zuverlässige und erschwingliche Alternative für Wohnhäuser und Unternehmen sein kann.

Was bedeutet Cross_HEAT für Kerkrade?

Die Gemeinde Kerkrade ist eine der Gemeinden, die an dem Projekt teilnehmen. Wir arbeiten mit der Gemeinde Landgraaf, der Stadt Herzogenrath und anderen Partnern zusammen. Gemeinsam schmieden wir Pläne für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit und für ein Fernwärmenetz. Zeitspanne für die Einwohner noch nichts; zunächst stehen Untersuchungen und Beratungen an. Zeitspanne ein Fernwärmenetz für nachhaltige und bezahlbare Wärme sorgen. 

Was untersucht Cross_HEAT?

  • Die wichtigsten technischen, finanziellen, rechtlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit Wärmenetzen.
  • Wo und in welchem Umfang Restwärme in Unternehmen verfügbar ist.
  • Ob Wärme aus dem Boden (geothermische Quellen) genutzt werden kann und ob es möglich ist, Wärme in alten Bergwerksschächten zu speichern.
  • Technische und finanzielle Szenarien für ein Wärmenetz.
  • Rechtliche und organisatorische Herausforderungen bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
  • Wir berücksichtigen die Meinung der Anwohner und prüfen die Akzeptanz.

Laufzeit und Förderung

Das Projekt beginnt im August 2025 und läuft etwa drei Jahre (bis Mitte 2028). Cross_HEAT wird im Rahmen des Interreg-Maas-Rhein-Programms (DE) durchgeführt und von der Europäischen Union mit 1.193.669 € kofinanziert. Das Projekt wurde außerdem vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der Fédération Wallonie-Bruxelles (BE), dem Ministerium für Wirtschaft (NL) und der Provinz Limburg (NL) unterstützt.

Weitere Informationen?

Möchten Sie weitere Informationen oder wissen, mit welchen anderen Partnern wir zusammenarbeiten? Dann besuchen Sie die Projektseite auf der Website von Interreg Maas-Rhein.

Das Logo von Interreg Cross_Heat in der Region Maas-Rhein