Kollegium Kerkrade äußert Enttäuschung über die Anpassung an die Mutterschaftsvorsorge in Zuyderland.
Am 19. März gab Zuyderland bekannt, dass die Geburtshilfe in Parkstad vorübergehend angepasst wird. Aufgrund von Personalmangel wird die Anzahl der Kreißsäle und Betten für die Wochenbettstation von Mai bis mindestens Oktober reduziert. Kollegium des Bürgermeisters und beigeordnete antwortete darauf mit einem Brief vom 2. April, in dem sie ihre Enttäuschung zum Ausdruck brachte.
Wir haben Ihr Schreiben bezüglich der vorübergehenden Kapazitätsanpassung im Geburtszentrum Zuyderland sowie die darin dargelegten Überlegungen und vorgeschlagenen Maßnahmen zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig bedauern wir weiterhin, dass Entscheidungen über die Versorgung unserer Bewohnerinnen und Bewohner zu deren Nachteil getroffen werden und die Gemeinde nicht als gleichberechtigter Partner einbezogen wird. Als Gemeinde haben wir wiederholt unseren Wunsch geäußert, gemeinsam Lösungen zu finden, die die Anliegen von Zuyderland und unserer Gemeinde berücksichtigen.
Wir finden es besorgniserregend, dass wir als Partner in dieser Region es versäumt haben, zu diesem Thema einen Dialog zu führen und die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Unseres Erachtens geht es dabei nicht nur um die Abmilderung der Folgen bereits getroffener Entscheidungen, sondern vielmehr um die grundlegende Frage, wie wir das Gesundheitswesen zukunftssicher organisieren können.
Wir betrachten dies als eine gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung, die eine umfassendere Perspektive und die Zusammenarbeit aller Beteiligten erfordert. Es geht nicht darum, wer Recht hat, sondern um das gemeinsame Ziel: die Gewährleistung einer zugänglichen und qualitativ hochwertigen Versorgung unserer Bewohner. Gemeinsam, nicht gegeneinander.
